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Ein Kommentar
Leistungsunterschiede zwischen Nord und Süd
Empfehlung der Redaktion
In einem bundesweiten Leistungstest der 9. Klasse schnitten Bayern und Baden-Württemberg wieder einmal am besten ab. Es sollte erwähnt werden, dass diese beiden Bundesländer das dreigliedrige Schulsystem haben. Die Schüler wurden in den Fächern Deutsch und Englisch getestet. Deutschland ist geteilt. Hui im Süden, pfui im Norden. Ausschlaggebend für den Test war die von der Kultusministerkonferenz (KMK) 2002 eingeführten Standards.
Bildung nur für Besserverdienende
In Deutschland ist es leider weiterhin so, dass Schüler, deren Eltern ein gefülltes Bankkonto vorweisen, deutlich bessere Bildungschancen haben. Das Bildungsangebot hat sich auch nach dem erschreckenden PISA-Ergebnis vor 10 Jahren nicht verändert. Die soziale Herkunft entscheidet weiterhin über den Bildungserfolg der Schüler. Besonders Schüler mit Migrationshintergrund haben es schwer den Anforderungen gerecht zu werden. „In allen getesteten Kompetenzbereichen der Fächer Deutsch und Englisch zeigen sich in den Ländern Unterschiede, die mit der sozialen Herkunft der Schülerinnen und Schüler zusammenhängen. Dabei gelingt es den neuen Ländern eher, diese Unterschiede geringer zu halten“, so die KMK.
Migrationshintergrund schuld am schlechten Abschneiden?
Momentan haben 30 % aller Schüler mit Migrationshintergrund keinen Schulabschluss oder keine abgeschlossene Ausbildung. Der Leiter des Bereichs Bildung beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), Matthias Anbuhl, geht noch einen Schritt weiter: „Gute Bildung bleibt ein vererbtes Privileg der höheren Schichten.“ Die Stadtstaaten Bremen und Hamburg schnitten besonders schlecht ab.
Bild: obs/DIDEON GmbH
Wie kommt es zu dem Unterschied zwischen Nord und Süd? Haben Schüler mit Migrationshintergrund, bildungsfernen oder sozialschwache Eltern wirklich schlechtere Chancen in der Schule? Sollten nicht alle gleich abschneiden, seitdem die Standards eingeführt wurden?



Eine Meinung zum Thema Leistungsunterschiede zwischen Nord und Süd
26. Juni 2010 um 12:36
Leistungsunterschiede zwischen Nord und Süd
Zunächst mal, es heißt hui und pfui und nicht pui. In den Texten zu den Themen finden sich desöfteren Rechtschreibfehler.Auch im Norden zur Schule gegangen?
Ganz schlimm sind tatsächlich die Ergebnisse dort, wo der Ausländeranteil( also der Leute mit Migrationshintergrund–für die Gutmenschen) am höchsten sind. Die Kinder können dafür wenig,
obwohl ich die These,zurückzuführen auf schlimme Kindheit nicht immer teile. Es gibt Kinder, wo das Elternhaus völlig intakt ist, aber die kleinen Lieblinge kleine Biester sind.
In der Regel ist das aber anders. Ich kann und will es nicht verstehen, warum Eltern nicht ihren Pflichten nachkommen. Die Kinder leben in der Regel das nach, was ihnen zu Hause geboten wird.
Und wenn Erwachsene hier schon Jahre leben und immer noch kein deutsch sprechen, ist das sehr übel und es gibt dafür überhaupt keine Entschuldigung.Lernangebote für Erwachsene
gibt es genug.Auch kostenlose oder geförderte.Aber manche wollen einfach nicht. Ich bin dafür, diese zu zwingen unter Androhung
von Sanktionen.Die Kinder sind unsere Zukunft und da schliesse ich selbstverständlich Kinder ausländischer Eltern mit ein.
Im übrigen gibt es mittlerweile gute Projekte von Unternehmen, wo Kinder und Jugendliche eingeladen werden zu kleinen Workshops, Foren,Führungen, wo der innerbetriebliche Ablauf gezeigt wird. Die Kinder und Jugendlichen nehmen das sehr dankbar an und erzählen das zu Hause, was vielleicht den einen oder anderen Faulenzer unter den Eltern motiviert.
Kinder wollen und müssen gefördert werden.Das geschieht noch viel zu wenig.
Manche Bundesländer könnten vielleicht auch besser abwägen, was nun wichtiger ist, Vorzeigeobjekte oder Bildung. Herr Wowereit ist ja tieftraurig, dass sein Stadtschloß
nun warten muss.Soll er sich doch ein Modell als Trost in den Garten stellen.
Es gibt im übrigen durchaus Kinder aus Arbeitslosenfamilien, die aufgrund einer positiven Einstellung der Eltern zum Leben sehr fleißig lernen und es beruflich auch sehr weit bringen.
Es ist nicht immer der Geldbeutel entscheidend.In erster Linie zählt die Einstellung.
Das Argument mit dem Geldbeutel=bessere Bildungschancen kommt oft von Leuten, denen es gut geht, die sich aber mehr anstrengen könnten und von Bürokraten, die Veränderungen durch ihre Einstellung blockieren.Und dann gibts noch eine ganze Reihe Träumer und Leute, die aus allem ein Problem machen statt zu handeln.
Wer sich ständig bemüht und nie rastet und von den Eltern gut erzogen wird, bringt es auch zu was.Natürlich gibt es Eltern, die ihre Kinder auf sog. Eliteschulen oder Privatschulen schicken.
Aber warum schicken sie denn ihre Kinder auf Privatschulen?(Manche Eltern hungern sich den Schulbetrag ab, damit ihre Kinder unter würdigen Bedingungen lernen können, denn die Zustände an vielen Schulen sind grottig.Und das sagt nicht nur immer wieder der Herr Buschkowsky aus Berlin-Neukölln. Dieser Mann hat absolut Recht.Aber diese Meinung wollen einige einfach nicht gern hören.Da wird dann von Randerscheinungen,Einzelfällen gesprochen.Blödsinn.Das sind absolut keine Einzelfälle.
Ja, in Bayern und Baden-Württemberg wird Bildung ganz groß geschrieben.Und man bemüht sich sehr, alle zu erfassen. Einfach mal hinfahren und sich mit den dortigen Gegebenheiten bekannt machen.
Ein wesentliches Problem ist auch die Aufteilung der Bildung auf die Bundesländer.Da müssen sich nun immer 16 Kultusminister treffen und irgendwas beschließen oder auch nicht. Die Umsetzung dauert ewig.Das könnte anders geregelt sein.Ja ja, mir ist bekannt, dass wir ein föderativer Staat sind.Man könnte doch 4 Bundesländer draus machen perspektivisch. Aber es geht hier um die Zukunft. Und da ist Thema Nr. 1 Bildung.Und ob das jetzige Schulsystem noch zeitgemäß
ist, darüber kann man streiten.
Mir tun jedenfalls die Kinder Leid, denen man jetzt sagt, Ihr seid die besseren oder schlechteren.
Die PISA-Studie ist okay.Adressaten sollten immer Eltern, Schulbehörden und verantwortliche Minister sein.
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