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50 pro Semester
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Was taugen Zahnpastatabletten?

50 pro Semester

Man könnte mit der Zeit annehmen, dass man als Zuschauer im deutschen Fernsehen von nichts mehr verschont wird. Morgens gibt es auf die Welt kommende Babys, mittags vor Gericht inszenierte Streitigkeiten, gefolgt von einem Tag „Mitten im Leben“ einer normalen Person und abends endet der Fernsehtag mit diversen Soaps. Sicher, jeder kann sich anschauen was er will, früher oder später wird man allerdings von Casting-, Gerichts- oder Talkshows verfolgt, weil die Privatsender ausnahmslos mitmachen.

Gestellte Szenen bei 50 pro Semester

Es braucht nur ein wenig Menschenverstand um zu wissen, dass Sendungen wie die Super-Nanny oder Frauentausch gestellt sind. Das wahre Leben spielt sich ohne Kameras ab. Man kann von Glück reden, denn so viel Streit, Missgunst und Eifersucht würden die echten Gerichtssäle um einiges füllen.

ProSieben in der Kritik

Der neueste Clou des Privatsenders ProSieben ist die Show „50 pro Semester“. Zwar ist die Show bisher in ihrer Ausstrahlung verschoben, aber ein PR-Gag scheint es nicht zu sein, denn die Negativschlagzeilen sind deutlich. Bei „50 pro Semester“ treten 5 Studierende gegeneinander an. Ziel ist es, in möglichst kurzer Zeit 50 Frauen bzw. Männer ins Bett zu bekommen. Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) sagte der Zeitung „Passauer Neue Presse“: „Es ist eine verheerende Botschaft an alle Zuschauer, wenn Frauen und Männer in einer Art moderner Kopfgeldjagd zu Sexobjekten degradiert werden.“

„50 pro Semester“ jugendgefährend

Der ProSieben Sendersprecher Christoph Körfer verteidigt dagegen das Format: “Wir reden hier von einer Soap mit jungen Menschen, welche Spaß am Leben, an der Liebe und selbstverständlich auch am Sex haben. Hier finden alle jugendschutzrelevanten Aspekte Beachtung, und somit ist auch gewährleistet, dass sowohl medienrechtliche Vorschriften als auch Ethik und Moral sich hier widerspiegeln”.“ Warum „50 pro Semester“ nun aber auf einen späteren Sendetermin im Jahr 2010 verschoben wird, nahm er keine Stellung.

Bild: obs/Vodafone Stiftung Deutschland GmbH

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