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Menschen wollen geleitet werden

Dass Menschen Rudeltiere sind, da sind sich Psychologen schon lange einig. Einer von diesem Rudel bzw. dieser Gruppe hat die Macht. Vor allem die deutsche Geschichte hat dabei gezeigt, welche Folgen dies haben kann. Viele Menschen können mit Autorität nicht umgehen und gehen dabei bis zur Erniedrigung. Der Film „Das Experiment“ zeigt dies sehr gut. Grundlage für den Film war die wahre Begebenheit 1971 an der Stanford University , an der Studenten eine ähnliche Situation erlebten – das Experiment musste jedoch schon nach wenigen Tagen abgebrochen werden. Im Film lassen Wissenschaftler 20 Teilnehmer einen Gefängnisaufenthalt  nachstellen. Die eine Hälfte Gefangene und die andere Hälfte Wärter. Letztere nutzen ihre Machtposition schnell aus. Das Experiment gerät außer Kontrolle und ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Spiel des Todes

Französische Forscher haben ebenfalls ein erstaunliches Experiment gemacht. Die Idee hatte der Filmemacher Christophe  Nick. Für seine Dokumentation „Spiel des Todes“ sucht er Kandidaten und Zuschauer aus, die angeblich eine neue Show drehen sollten. Die Kandidaten mussten ihre Gegenspieler mit Stromschlägen (zwischen 80 und 460 Volt) bestrafen, wenn sie Quizfragen falsch beantwortet hatten. Diese Gegenspieler waren jedoch Schauspieler ebenso wie die Kameraleute und die Moderatorin. Erstaunlicherweise folterten die Kandidaten ihre vermeintlichen Gegenspieler regelrecht, obwohl erahnt werden konnte, dass die Stromschläge in einer gewissen Höhe um Tod führen könnten. Kommunikationswissenschaftler Professor Yves Jeannere  sagt: „81 Prozent der Mitspieler gingen bis an die Grenze – und kein einziger der Zuschauer schritt ein.“ Nick wollte wissen, wie Menschen andere manipulieren können: “Das Fernsehen kann fast jeden dazu bringen, alles zu machen. Das ist eine erschreckende Macht.“ Über die Kandidaten sagt er: „Man merkt: Sie wollen das nicht machen. Sie versuchen alles, um die Moderatorin dazu zu bringen, das Spiel abzubrechen.” Trotzdem: “Sie gehorchen und gehen bis zum Ende.”

Grundlage war ein Test in den 60er Jahren. Schüler wurden ebenfalls mit Stromschlägen bestraft, wenn sie Fragen falsch beantworteten . Stanley Milgram  wollte testen, wie weit Menschen gehen , wenn sie Befehle gehorchen sollen, dies aber im Widerspruch zu ihrem Gewissen steht.

Bild: AP-France  2

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Verwandte Themen: Film, Geschichte, Leben, Medien, Tiere

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3 Meinungen
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6. September 2010 um 10:22

Ich bin sicher alle Teilnehmer an dieser Show hätten das auch von sich selbst behauptet. “Ich könnte doch keiner Fliege etwas zu leide tun!” Nur können Menschen ihre eigenen Reaktionen dumerweise nicht so genau vohersagen, wie sie denken – insbesondere dann nicht, wenn starke Gefühle involviert sind. Lies dazu mal “Denken hilft zwar, nützt aber nichts” von Dan Ariely. Sinnvoll ist auch sich über das ürsprüngliche Experiment von Stanley Milgram zu informieren und sich die psychologischen Schlußfolgerungen daraus zu Herzen zu nehmen. Niemand ist vor solchem Verhalten sicher!!

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29. März 2010 um 16:35

Also ich weiß hundert prozentig dass ich das nicht könnte. Jemand anderem wehtun? Dafür bin ich (wirklich) viel zu nett, ich kann noch nicht mal andere Leute zurechtstutzen wenn sie was falsch machen (Ich bin 21 und zum Glück in keiner Führungsposition).

Ich finde das grausam und fast schon barbarisch. Wieso will man andere Leute verletzen? Wieso lässt man sich das gefallen wenn ein Forscher sagt “bestrafe ihn” und macht das auch noch?

Ich kann das nicht verstehen…

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    29. März 2010 um 19:15

    war alles Verarsche………

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