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Der Junge aus dem Wald
Bild: obs/Krombacher Brauerei GmbH & Co
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Das Thema von heute:
Was taugen Zahnpastatabletten?

Der Junge aus dem Wald

Vor knapp zwei Wochen hat sich ein 17-jähriger Junge beim Jugendnotdienst in Berlin gemeldet. Der Teenager kennt weder seinen Nachnamen noch seine Herkunft. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

Moderner Kaspar Hauser?

Der Junge behauptet zudem, dass er mit seinem Vater jahrelang im Wald gelebt habe.
Die Polizei vermutet indes, dass es sich um einen Vermisstenfall handeln könnte. Was ist dran an der Geschichte? Die Berliner Behörden stehen vor einem Rätsel. Mit viel Fingerspitzengefühl müssen sie nun versuchen herauszufinden, was mit dem Jungen geschehen ist. Der Junge selbst nennt sich Ray und spricht nur gebrochen Deutsch, aber fließend Englisch. Der Grund, warum er sich nun an Berliner Behörden gewandt hat, ist, dass sein Vater Ryan vor zwei Wochen gestorben sei. Die Mutter sei schon vor fünf Jahren bei einem Autounfall verstorben. Ray habe keinerlei Erinnerung an die Zeit vor dem Unfall.

Back to nature

Laut Experten ist es sehr unwahrscheinlich sich in der Natur alleine durchzukämpfen, solche Fälle sind also äußerst selten. Auch Psychologe Werner Greve von der Universität Hildesheim kennt nicht viele solcher Fälle: „Selbst wenn man sehr gründlich sucht, bin ich ziemlich sicher, dass wir auch über mehrere Dekaden kaum ein Dutzend Fälle finden würden.“ Ein Leben im Wald könnte ernsthafte Störungen im Sozialverhalten mit sich bringen, aber auch das sei nur Spekulation. Genauso gut könnte das Sozialverhalten des Teenagers völlig normal sein.
Zurzeit versucht man nun die wahre Identität des Jungen zu ermitteln, selbst Interpol wurde eingeschaltet. Die Behörden wollen so versuchen herauszufinden, ob irgendwo eine Vermisstenanzeige existiert.

Hat der Junge ein  Trauma?

Die Aussagen des Jungen erscheinen glaubwürdig. Die Polizei sucht zudem die Leiche des Vaters. Psychologe Greve warnt: „Man muss sich das erst mal genau anschauen. Fünf Jahre ist ein sehr langer Zeitraum, gemessen daran wirkt, zumindest dem Foto nach zu urteilen, der junge Mann relativ gepflegt und nicht verwahrlost.“ Vielleicht ist die Geschichte auch nur erfunden, um ein tiefsitzendes Trauma zu verbergen?

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Was ist dran an der Geschichte? Hat Ray tatsächlich in den letzten fünf Jahren im Wald gelebt oder verdrängt er nur ein tiefsitzendes Schockerlebnis? Oder ist wohl möglich alles nur ein Schwindel?

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3 Meinungen
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17. April 2012 um 14:52

Der Fall ist sehr interessant. Einerseits ist die Geschichte des Jungens sehr glaubwürdig, andereseits zweifeln Experten wegen praktischer Erwägungen: so sind keine Mangelerscheinungen zu erkennen, die Kleidung des Jungen war nicht übermäßig abgenutzt. Überhaupt, wie ist er während der Wachstumsphase an Kleidung gekommen?

Die Geschichte ist entweder wahr, oder erfunden. Wenn sie erfunden ist, dann könnte ein psychicher Zustand die Ursache sein oder kühne Berechnung. Wenn sich jemand die Geschichte ausdenkt und ausführt wegen Vorteilsnahme, was wäre dann der Gewinn? Jedes Kind ohne Eltern wird einer Jugendeinrichtung zugeführt und versorgt. Das Erschleichen von Sozialleistungen erscheint mir unwahrscheinlich. Auch ein ausländisches Kind könnte behaupten, keine Erinnerung zu haben und würde in Deutschland versorgt, es müsste keine aufwendige Geschichte auftischen.

Meiner Meinung nach ist der Junge von seiner wahren Geschichte überzeugt, die sich entweder genau so zugetragen hat, oder die er imaginiert, wegen einer psychischen Störung. Ich tippe auf das Erstere, denn einen Geisteszustand dauerhaft zu verbergen während man von Experten durchleuchtet wird erscheint mir unmöglich.

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1. Oktober 2011 um 13:19

Ich habe diesen Bericht mit schweren Herzen gelesen. Meine Meinung nach ist er nur ein “Finanziellen-Flüchtling”, der ein Märchen “zu verkaufen” hat. Ohne Zweifel wird er im UK endlich ein Haus und unverdientes Geld bekommen!

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24. September 2011 um 14:51

i dunno

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