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Bild: Jens Koßmagk
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Eisbär Knut ist tot
Knut war das Wahrzeichen des Berliner Zoos. Er wurde nur vier Jahre alt. Am 19. März 2011 verstarb der beliebte Eisbär Knut. Die Todesursache ist noch nicht geklärt. Besucher sahen wie sich Knut sonnte, verwirrt aufsprang, ins Wasser fiel und schließlich ertrank. Wie jetzt bekannt wurde hatte Knut einen epileptischen Anfall und biss sich selbst ins Bein. In freier Wildbahn werden Eisbären zwischen 25 und 30 Jahren alt, in Zoos und Tierparks können sie sogar bis zu 45 Jahre alt werden. Knut wurde am 5. Dezember 2006 im Berliner Zoo geboren. 33 Jahre sind seit dem letzten Eisbären-Nachwuchs vergangen. Knuts Mutter Tosca verstößt ihn und seinen Zwilling, welcher vier Tage nach der Geburt stirbt. Es wird schnell klar, dass der überlebende Eisbären-Nachwuchs mit der Flasche aufgezogen werden muss. Diese Aufgabe übernimmt der Tierpfleger Thomas Dörflein.
Großes Medieninteresse an Knut
Thomas Dörflein gab dem Eisbären den Namen die Knut. Die ersten 44 Tage verbringt Knut, der bei seiner Geburt nur 810 Gramm wog, im Brutkasten. Am 23. März 2007 stellen Dörflein und der Berliner Zoo Knut der Öffentlichkeit vor. 500 Journalisten sind anwesend – Knut wird zum Weltstar. Er schafft es sogar auf das amerikanische Magazin „Vanity Fair“. Der damalige Umweltminister Sigmar Gabriel übernimmt die Patenschaft für Knut und der Berliner Zoo zahlt dem Tierpark Neumünster, dem Knut eigentlich gehörte 430.000 Euro, denn der Berliner Zoo konnte nach Knuts Geburt beachtliche Mehreinnahmen verbuchen, da Menschen aus ganz Deutschland Knut sehen wollten und zum Berliner Zoo gepilgert sind. Spielzeughersteller bringen Knut-Kuscheltiere auf den Markt. Auch die Musikindustrie bekommt den ein oder anderen Knut-Song. Im September 2008 verstirbt Knuts Ziehvater Thomas Dörflein im Alter von nur 44 Jahren überraschend an einem Herzinfarkt. Verhaltensforscher wie Prof. Dietrich von Holst kann sich auch vorstellen, dass Knut an „gebrochenem Herzen“ gestorben ist. „Tiere haben genauso Emotionen wie wir. Ich glaube, dass der Bär erst unter dem Verlust seines Pflegers gelitten hat, dann unter seiner nicht arttypischen Haltung, schließlich unter dem schwierigen Zusammenleben mit den drei Weibchen.“, sagte er im Interview mit der „Bild am Sonntag“.
Keine artgerechte Haltung für Knut
Knut war noch nicht geschlechtsreif, als er im Herbst 2010 mit den Bärinnen Tosca, Katjuscha und Nancy in einem Gehege gehalten wurde. Die Tierschutzorganisation Peta kritisiert immer wieder die die artenwidrige Haltung und gibt dem Berliner Zoo sowie dem Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz Mitschuld am Tod von Knut. „Die Gehege sind viel zu klein. Die Handaufzucht führt automatisch dazu, dass Eisbären zu Verhaltenskrüppeln werden, auch weil sie Probleme im Umgang mit ihren Artgenossen haben. Wider besseres Wissen – man weiß, dass Eisbären Einzelgänger sind – hat man Knut zu den drei Eisbärdamen in ein Gehege gesteckt. Da passiert dann das, was man beobachten konnte. Knut wurde von den Eisbärinnen angegriffen, unterdrückt und dann auch ausgegrenzt. Das war Stress für ihn.“, sagte Peta-Sprecher Edmund Haferbeck der „Berliner Morgenpost“. “Knut, der eine Goldgrube für den Berliner Zoo war, hätte eine bessere Tierhaltung verdient”, sagte die Grünen-Tierschutzexpertin Claudia Hämmerling am Sonntag. Knut wird obduziert um die Todesursache zu klären. Danach stehen Überlegungen im Raum, ihn auszustopfen und auszustellen.
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Hat Knut den Hype nicht verkraftet? Lag es an der artenwidrigen Haltung, dass Knut so früh gestorben ist? Oder konnte Knut den Tod seines Ziehvaters Thomas Dörflein nicht verkraften? Hat der Berliner Zoo Mitschuld an seinem Tod?




mAtyy_
25. April 2011 um 19:55
Knut ist schon süß (gewesen) ,aber erlich die halbe Welt hatte Knut in der Zeitung weil er von seiner Mutter verstoßen wurde aber ich finde statt die Kasse vom Berliner Zoo zu füllen hätte man mit seiner Hilfe ein Zeichen gegen die Klimaerwärmunng setzen können. In den nächsten Paar Jahren werden noch viel zu viele Eisbären sterben und um die werden sicher nicht so viele Menschen trauern.
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Mr.Curiosity
25. März 2011 um 16:27
Ist das ein Schwachsinn hier.Knut war im übrigen nicht das einzige Eisbärenbaby, das mit der Flasche aufgezogen wurde.Bei Braunbären ebenso.Und so manches andere schnuckelige Tier wurde liebevoll aufgezogen.Würde es nach militanten Tierschützern gehen, dürften wir uns alle noch nicht mal einen Kanarienvogel, Meerschwein, Hoppelhasen oder Guppy( das ist ein Zierfisch) halten.Und so mancher alte Mensch würde früher an Einsamkeit sterben, wenn nicht das geliebte Hundetier da wäre.
Aber nunmal.Haben wir zur Zeit keine anderen Probleme? Sind nicht übrigens liebe und bekannte Menschen
von uns gegangen oder sind uns nicht durch kriminelle Jugendbanden oder überhaupt Kriminelle liebe Menschen weggenommen worden? Werden nicht derzeitig Menschen in Massen von Gaddafi, dem Irren oder Präsident Assad(Syrien) einfach brutal abgeschlachtet?
Und wie geht es den Opfern schrecklicher Naturereignisse in Japan und dem ganzen japanischen Volk?
Seid Ihr schon in der japan. Botschaft gewesen und habt Euch in die Kondolenzbücher eingetragen?………………..
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Anna
25. März 2011 um 16:32
Ich stimme dir zu! Sehr krass, dass im Berliner Zoo ne Gedenkstätte eingerichtet wurde und viele Menschen denen die Homepage mit Beileidbekundungen zukleistern. Für einen Eisbär! Ich meine, wenn das eigene Haustier stirbt, ist das schon traurig, aber für einen Eisbären Gefühle zu entwickeln…mmmmhhh…
Dass manche Menschen nun abschalten, wenn es im TV um Japan geht, kann ich teilweise sogar nachvollziehen. Infos darüber schaue ich immer noch, aber diese Einzelschicksale kann ich nicht mehr sehen, weil mir die Menschen so leid tun und ich – hier nicht in Deutschland – nicht wirklich etwas dagegen tun kann.
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