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Ghostwriter: Die kreativen Köpfe im Hintergrund
Seit Guttenberg sind Plagiatsvorwürfe und Ghostwriter im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Neuestes populäres Beispiel: Kommilitonen waren schon immer der Meinung gewesen Gaddafi junior sei nicht sonderlich schlau, aber irgendwie hat er es dennoch geschafft seinen Doktortitel zu erlangen. Doch nun werden auch hier Plagiatsvorwürfe erhoben und anscheinend hat die Londoner Elite-Uni LSE auch noch eine 350.000 Euro Spende von Saif al-Islam al-Gaddafi angenommen.
Dissertation: Noch nicht einmal selbst abgeschrieben?
Es wird viel diskutiert und spekuliert seitdem Karl Theodor zu Guttenbergs Doktorarbeit dem Plagiat bezichtigt wurde. Hat er sie vielleicht sogar nicht selbst abgeschrieben? War ein Ghostwriter am Werk? Dass man Hausarbeiten, Examen und Dissertationen auch schreiben lassen kann ist nicht neu, aber durch Guttenberg und nun auch Gaddafi wird diesem Thema endlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt.
Mit wissenschaftlichem Betrügen Geld verdienen
Viele kennen diese ominösen Aushänge an der Uni, die zunächst ganz harmlos scheinen. „Biete Hilfe beim lektorieren“, und wer benötigt nicht etwas Hilfe beim Fehlerlesen oder Formatieren? Doch oftmals verstecken sich hinter solchen Anzeigen Ghostwriter. Manche Studenten nehmen so einen Dienst auch noch in Anspruch und das für gutes Geld. Wäre es nicht schön einen Doktortitel zu tragen? Aber dafür arbeiten, recherchieren, schreiben und lesen? Das will der ein oder andere dann doch nicht. Für faule Studenten mit einem dicken Portemonnaie kommt da so ein Ghostwriter gerade recht. Teils fünfstellige Honorare können dabei anfallen, und später kann man sich Doktor schimpfen und stolz auf seinen Titel sein. Doch wehe dem der einen ungeschickten Ghostwriter angeworben hat, Plagiatsvorwürfe könnten die Folge sein!
Exmatrikulation und Geldbuße
Klar ist, wer seine Arbeit nicht selbst schreibt verstößt gegen die Prüfungsordnung. Gerade bei Doktorarbeiten kann das teuer werden, und auch eine Freiheitsstrafe kann drohen! Ghostwriter jedoch argumentieren damit, dass man auch wissenschaftliche Texte verfassen darf, wenn man nicht als Autor genannt wird. Ferner müssen Kunden von Ghostwriter-Agenturen bestätigen, dass sie die Arbeiten nicht unter ihrem Namen einreichen. Das Oberlandesgericht in Düsseldorf sieht das jedoch anders: Ghostwriting ist eine verbotene Dienstleistung, und allen Beteiligten sei klar, dass die Arbeiten auch eingereicht werden. Man verstoße daher gegen die guten Sitten.
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Ist es wirklich verwerflich sich bei seiner Arbeit helfen zu lassen? Sollte der Beruf der Ghostwriter auch strafrechtlich verfolgt werden? Müssen Studenten, die solche Dienste in Anspruch nehmen härter bestraft werden als bisher?




Dieter Wickel
27. März 2011 um 21:04
Es ist immer wieder bemerkenswert, wie unmittelbar so ein Hype verglüht. Durch Libyen und Japan ist zu Guttenberg von einem Tag auf den anderen verschwunden. Man hat noch den Großen Zapfenstreich mit Smoke on the water in Erinnerung, seitdem liest und sieht man nix, weder von Guttenberg selbst noch von seinen angeblich vielen Fans.
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Mr.Curiosity
14. März 2011 um 18:08
Erstmal zu Gaddafis Sohn. Er ist ein ein verwöhntes kleines Bubimätzchen, dem man eine schlaue Brille aufgesetzt hat und ansonsten ist er genauso debil wie sein Vater oder noch schlimmer.Und in dieser Welt der Korruption kauft man sich alles, auch Titel.
Aber wir müssen nicht ins Ausland abschweifen.Es gibt hier genügend Leute, denen ihre Arbeit geschrieben wurde.Das hat bisher kein Schwein interessiert.Und es gibt Herrschaften in allen Kreisen, ob nun konservativ oder links, die sich Professor oder Doktor schimpfen,sich für kleine Götter halten, und so manchem gegen Geld aufgrund unsäglicher Habgier
zu einem bestimmten Abschluss verholfen haben. Immer wird hier der Ruf nach härteren Strafen laut.Blödsinn.
Es werden doch noch nicht mal die bestehenden Rechtsmittel ausgenutzt. Und manche Leute stehen hier doch sowieso unter Naturschutz.
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