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Haushaltsabgabe
Für viele ist das Überdenken der GEZ-Gebühr eine längst fällige Sache. Die Haushaltsabgabe soll nun ab 2013 den gewünschten Effekt bringen. Die Rundfunkkommission der Länder (Vorsitzender Kurt Beck) beschloss am Mittwoch die Reformierung der GEZ-Gebühr.
Schluss mit Schwarzsehern
In Zukunft muss jeder die Haushalt die Haushaltsabgabe zahlen, unabhängig davon wie viele Fernseher, Radios oder Computer er hat – selbst dann wenn kein Empfangsgerät zur Verfügung steht. Aber da ist schon der Knackpunkt: Im Zeitalter von Flachbildschirmen und High-Tech ist es kaum vorstellbar, dass es Menschen gibt, die keinen Fernseher besitzen. Den Schwarzsehern soll der gar ausgeschaltet werden. Preislich soll sich nicht verändern: Der Höchstsatz würde demnach 17,98 Euro betragen.
Mehreinnahmen durch Pflichtzahlung
Im Jahr 2009 nahm die GEZ 7,6 Milliarden Euro ein. 7,3 Milliarden wurden zur Finanzierung von den Angeboten von ARD und ZDF genutzt. Anders als bisher müssten erwachsene Kinder, die bei ihren Eltern wohnen keine Extra-Gebühr zahlen. Für die Gebührenzahler wäre die neue Regelung eine Entlastung, doch der GEZ könnte die Änderung noch mehr Geld in die Kasse bringen. Geplant ist außerdem, dass auch Unternehmen zukünftig zahlen müssen. Behinderte sollen jedoch weiterhin (je nach Grad der Behinderung) befreit bzw. einen vergünstigten Satz erhalten. Ob Hartz-IV von der Haushaltsabgabe befreit werden oder der Staat die Kosten übernimmt, ist bislang unklar.
Wer für die Eintreibung zuständig ist
Bislang waren Mitarbeiter der GEZ dazu berechtigt die Gebühren einzutreiben. Dass man sich teilweise mit dubiösen Mitteln Zutritt in Haushalte verschafft haben soll, wissen viele. Wer zukünftig die Haushaltsabgabe eintreiben soll, ist unklar. Eine Idee wäre das Finanzamt. “Ziel der Länder ist es, die Finanzierung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf eine zeitgemäße Grundlage zu stellen, die Kontrollbedürftigkeit innerhalb des Systems deutlich zu reduzieren und vor allem auch die Privatsphäre der Rundfunkteilnehmer zu schonen”, so Kurt Beck. Beck nannte die Reform der GEZ-Gebühr einen „Meilenstein der Rundfunkpolitik“, doch das die zahlenden Bürger auch so sehen, bleibt abzuwarten.
Bild: obs/tvister
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Ist die Haushaltsabgabe eine gute Idee? Ist es fair, dass jeder zahlen muss? Oder soll mit der Haushaltsabgabe einfach noch mehr Geld gemacht werden als bisher?




Jens
11. Juni 2010 um 09:03
Na das ist doch endlich mal eine gute Nachricht.Ein echter Knüller.
Darauf hätte man schon lange kommen können.Am besten wäre es, wenn man es gleich vom Lohn/Gehalt/Rente abzieht.Dann gibt es keine Mahnungen.Ob das allerdings praktikabel ist,müssen Fachleute beantworten.
Dieser Haushaltsbeitrag ist eine ganz logische Angelegenheit.In JEDEM Haushalt gibt es entweder
mindestens einen Fernseher oder ein Radio(und sei es im Handy eingebaut) und Internet ist weit verbreitet, ob über PC oder Handys usw.Jedenfalls eines von den genannten Dingen existiert
auf jeden Fall in jedem Haushalt. Techniktotalverweigerer müssen das so sehen. Sie leisten einen
Beitrag für die Solidargemeinschaft.Bezieher von ALG2 oder Sozialgeld werden auch weiterhin
auf Antrag befreit werden.Vielleicht kann man damit noch eine kleine Ungerechtigkeit ausbügeln, die bei der aktuellen Gesetzgebung schlicht vergessen wurde.Geringverdiener/Rentner mit geringer Rente darf man nicht vergessen.Aber vorher muß geprüft werden, ob eine Aufstockung
durch Grundsicherung möglich ist.
Diese Regelung ist eine sehr vernünftige Sparidee.Man spart sich den ganzen Außendienst,Schwarzseher wird es nicht mehr geben….
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