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Das Thema von heute:
Was taugen Zahnpastatabletten?
Kann man Tiere und Pflanzen patentieren lassen?
Die derzeitige Debatte um Patentrechte an Lebensmitteln und Tieren wird in die Geschichte auch als die „Brokkoli-Revolution“ eingehen. Denn genau um dieses Gemüse geht es derzeit.
Wer hat´s erfunden?
Eine bestimmte Sorte von Brokkoli wurde 2002 von einer englischen Biotechfirma namens Plant Bioscene als Patent angemeldet. Sie seien die Erfinder des Gemüses, denn sie hätten eine Sorte gezüchtet, die krebshemmende Stoffe enthielte. Doch nun erheben Politik und Landwirtschaftsverbände Einspruch, es handele sich dabei nicht um eine technische Erfindung, sondern lediglich um eine Züchtung.
Das Patentamt muss nun entscheiden
Kann man eine Gemüsesorte tatsächlich erfinden? Das Patentamt grübelt zur Zeit über diese Frage nach, während die Bevölkerung auf die Straße geht. Und auch Greenpeace warnt vor einer vorschnellen und falschen Entscheidung. Einzelne Konzerne könnten sich so die wichtigsten Lebensmittel, und damit riesige Märkte, weltweit sichern. Die Konsequenzen wären verheerend. „Nicht nur Verbraucher würden zu Sklaven der Großkonzerne, sondern auch Landwirte, weil sie auf das Saatgut einiger weniger angewiesen wären.” so Christoph Ten von Greenpeace.
Artenvielfalt wäre bald ein Fremdwort
Aber nicht nur die Umweltorganisation Greenpeace warnt vor den Folgen einer solchen Entscheidung. Auch andere Verbände und Politiker sind sich einig, dass die Patentierung von Gemüse und Co. schlimme Folgen nach sich ziehen würde. Und auch die deutsche Agrarministerin Ilse Aigner ist gegen die Vergabe solcher Patente. „Wir können neue Zuchtverfahren bei Pflanzen und Tieren nicht wie sonstige technische Verfahren behandeln. Die Schöpfung gehört allen Menschen.”
Das Anerkennen solcher Patente gefährdet auch direkt die biologische Artenvielfalt, denn die Patentierung eines bestimmten Gemüses oder Tieres würde automatisch weitere Zuchtversuche von Nichtpatentträgern ausschließen.
Bild: obs/Deutsche Wildtier Stiftung
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Sollte man Pflanzen und Tiere tatsächlich patentieren dürfen, auch wenn das Patent eigentlich lediglich das genetisch verändertes Erbgut umfassen würde? Sind die Bedenken von Greenpeace gerechtfertigt? Oder haben Patente dieser Art sogar Vorteile?



