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Das Thema von heute:
Was taugen Zahnpastatabletten?
Ist Sterbehilfe ein Ausweg?
Die Diskussionen um das Für und Wider von Sterbehilfe entflammen immer wieder aufs Neue. Das Gesetz unterscheidet zwischen verschiedene Formen der Sterbehilfe. Die passive Sterbehilfe ist der Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen, die aktive Sterbehilfe hingegen meint die beabsichtigte Tötung.
In den Niederlanden gibt es die aktive Sterbehilfe schon seit einiger Zeit und die Holländer waren sogar die ersten, die diese Art von Sterbebeistand legalisierten.
Die Befürworter der Sterbehilfe argumentieren vor allem mit dem Recht auf Selbstbestimmung, das jedem Menschen bis zum Schluss gewährt sein muss.
In Deutschland ist die aktive Sterbehilfe zwar nicht erlaubt, aber sogenannte Patiententestamente werden immer häufiger verfasst. Dadurch ist eine passive Sterbehilfe, etwa das Abstellen von Maschinen, möglich.
Aber die Aufgabe des Arztes ist es doch eigentlich Leiden zu lindern und zu heilen, nicht zu töten. 90% der Menschen, die in Holland Sterbehilfe erhalten, sind an einem Tumor erkrankt. Dadurch werden den Menschen Leid und Qualen erspart.
Aber vielleicht handelt man auch zu schnell und man sollte mehr Zeit in die Heilung investieren? Bekommen sogar manche Patienten zu schnell Angst vor eventuellem Leid, obwohl sie noch einige Jahre hätten leben können?
Sollte ein Arzt darüber entscheiden können, wann man stirbt? Oder ist durch das Verbot von aktiver Sterbehilfe das persönliche Recht verletzt?
Deine Meinung ist gefragt! Schreibe jetzt deinen Kommentar.
11321 Leute haben schon mitgemacht!
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Andrea H.(Zombie)
5. März 2009 um 23:04
Hallo!
Zum Thema “STERBEHILFE” kann und möchte ich folgendes sagen:
Wenn ich darüber entscheiden könnte ob das erlaubt werden sollte,würde ich nach folgenden Kriterien gehen:
1.) Ist die Person die sterben soll,wirklich schwer krank und hat kein lebenswertes Leben mehr?
Sprich wird der Patient oder die Person künstlich beatmet und ernährt,liegt womöglich schon lange im Koma und die behandeltenden Ärzte sagen der Familie das es keine Chancen mehr gibt das derjenige nochmals volllständig gesund wird,dann würde ich die Sterbehilfe erlauben!
Denn was ist es für ein Leben was nur noch an Maschinen hängt?
2.) Ist die Person die sterben soll,nur unzufrieden mit ihrem Leben und findet keinen anderen Ausweg mehr?
Hier in dem Fall würde ich eindeutig NEIN zur Sterbehilfe sagen,denn ein Mensch der denkt das das Leben nicht mehr so weiterzuführen ist sollte sich mal in therapeutische Behandlung begeben! Denn es gibt wirklich Menschen die eventuell sehr viel schlimmer dran sind und niemals mehr OHNE fremde Hilfe leben können und wo die Sterbehilfe angebracht ist!
Aber die Menschen sollten eine Patientenverfügung ausfüllen und mit ihren Angehörigen und behandeltenden Ärzten besprechen solange sie noch können! Denn wenn es wirklich hart auf hart kommt,kann durch eine solche Patientenverfügung vieles vereinfacht werden!
In einer solchen Verfügung kann man z.B. reinschreiben das man nicht durch Maschinen am Leben erhalten bleiben will! Also das man ab einem gewissen Zeitpunkt die Maschinen abstellt!
Also das ist meine Meinung dazu!!!
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Anna
5. März 2009 um 20:38
Ein Arzt sollte nicht darüber entscheiden, ob jemand leben oder sterben darf/muss. Ich denke bei Sterbehilfe gibt es kein falsch und kein richtig. Vor kurzer Zeit gab es einen interessanten Fall in Italien. Die Koma-Patientin Eluana Englaro lag 17 Jahre lang im Koma, bevor ihr Vater den 10-jährigen Rechtsstreit gewann und sie nun endlich sterben durfte. Mit einer Erkältung will niemand sterben, sollte es aber keine Hoffnung mehr geben, finde ich es nicht fair, auch die Angehörigen so lange leiden zu lassen. Diese dürfen nicht trauern und können bis zum Tod nicht mit dem Schicksal abschließen – im oben erwähnten Geschichte 17 Jahre lang. Jeder müsste das Recht haben, notariell beglaubigen lassen, unter welchen Umständen er noch Leben möchte. Ich würde diese Entscheidung meinen Angehörigen überlassen, ich habe da sehr großes Vertrauen. Ich will mein Leben nicht angeschlossen an Maschinen verbringen. Ich bin mir sicher, dass mein Partner mich unterstützen würde und außerdem weiß, dass ich einen Organspendeausweis bei mir trage…
@ Lana: Das sind Anzeigen, keine Sorge. Sterbehilfe gibts bei ebay nicht.
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Katja
5. März 2009 um 18:17
Sterbehilfe generell bejahe ich schon. Wenn man irgendwann unzurechnungsfähig ist oder so stark geschädigt, dass man selbst nicht mehr viel mitbekommt und sich nicht mehr selbst ist, dann bin ich schon dafü. Ich finde, man sollte das alles selbst entscheiden können und notariell beurkunden. Schließlich muss man auch sehen, dass man selbst anderer Leben “behindert”. Ist mein ein Pflegefall mit hoher Stufe, ist das enormer Aufwand für die Familie. Und ich denke, auch als Familie hat man ein schlechtes Gewissen, wenn man einen dann in ein Pflegeheim steckt.
Meine Uroma wurde 99 Jahre. Bis 95 hat sie ihren eigenen Haushalt geschmissen. Die letzten 4 Jahre hat sie dann extrem abgebaut. Im letzten Jahr wurde sie auf eine recht hohe Pflegestufe eingestuft. Sie war bettlägrig, konnte nicht mehr selbst essen oder auf Toilette. Eigentlich wie ein kleines Kind. Nachts hat sie gerufen, hatte Angst. Meine Oma hat sie gepflegt und ihre gesamte Freizeit geopfert. Dadurch, dass meine Uroma noch fit im Kopf war, hat sie das alles mitbekommen. Sie wollte sterben… immer wieder erwähnte sie “Warum werden so junge Leben genommen und meins will nicht zu Ende gehen?”. Im Nachhinein ist sie seelenruhig in den Armen meiner Oma “entschlafen”. Dort wäre Sterbehilfe lang kein so schöner Abschied gewesen, wie so.
Ich denke, man kann es drehen und wenden wie man es will. Jeder sollte selbst entscheiden können, ob man natürlich sterben möchte oder “gestorben werden” will. Und es wird wie alle Entscheidungen die wir treffen, mal falsch oder richtig sein.
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Lana
5. März 2009 um 17:09
Wie Makaber ist das denn!??!? Hier wird ernsthaft über Sterbehilfe diskutiert und ich sehe links bei den Google Anzeigen “Sterbehilfe bei eBay Sterbehilfe: Reihenweise Angebote Sterbehilfe? Ab zu eBay! http://www.ebay.de/Sterbehilfe” Ojeoje!!!!
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Susanne
5. März 2009 um 16:50
Ich bin dafür das jeder Mensch selbst entscheiden dürfen muss, ohne Hoffnung auf Heilung Sterbehilfe in Anspruch nehmen zu können.Meine Mutter ist 5 Jahre nach der Diagnose unheilbarer Krebs elendig verhungert.Ihr Mann ist 3Monate später gestorben.Er hat sie in den 5 jahren gepflegt und ist dadurch selbst todkrank geworden.Die Mutter meiner Freundin (Holländerin) hat sich nach der Diagnose unheilbarer Krebs im Endstadion für Sterbehilfe entschieden.Es war nach Aussage der beteidigten ein würdevolles Sterben.
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Garfield
5. März 2009 um 15:40
Ich finde, nicht der Arzt sollte entscheiden dürfen, sondern nur allein der Patient, soweit er noch dazu fähig ist. Wenn ich unheilbar an Krebs erkranken würde, dann wäre ich sicherlich auch froh, wenn ich dem Leiden ein Ende setzten könnte, bevor die Schmerzen zu groß werden und ich mein Leben nur noch mit immer größeren Dosen Morphium erleichtern kann.
Was ich dagegen strikt ablehne, ist die Sterbehilfe für Menschen, die einfach nicht mehr Leben WOLLEN!!! Da wäre wiederum eine psychologische Unterstützung sinnvoll!!!
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Piper
5. März 2009 um 12:16
Soweit ich weiß, dürfen Ärzte das gar nicht selbst entscheiden, ob die Maschinen abgestellt werden oder nicht. Diese Entscheidung liegt ganz allein bei den Angehörigen. Ich bin grundsätzlich erstmal gegen Sterbehilfe, ich persönlich wollte sowas als Angehöriger nicht entscheiden wollen. Würde mich wahrscheinlich auch für lebensverlängernde Maßnahmen entscheiden, anstatt diese abzustellen, weil ich mir Vorwürfe machen würde und glauben würde, vielleicht hätte sich der Gesundheitszustand doch noch mal stabilisiert. Es ist wirklich sehr schwer, zu sagen ob man dafür oder dagegen ist. Ich denke, dass man in der Situation ganz anders handelt, als man es sich immer vorgenommen hat, wenn ein Angehöriger leidet und vielleicht auch selbst nicht mehr leben will, weil es nur noch Qual für ihn bedeutet.
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Fuchs
5. März 2009 um 08:31
Das ist ein sehr verzwicktes Thema. Im Prinzip würde ich sagen, dass ich für die Sterbehilfe bin. Denn manchmal gibt es ja keine Hoffnung mehr und es steht fest, dass es nur noch eine Frage der zeit ist. Um dem Patienten dann Leiden zu ersparen wäre ich absolut dafür. Aber möglicherweise könnte das auch zu Fehlentscheidungen führen. Vielleicht hätte jemand auch noch länger leben können, ich denke, der Arzt sollte das nicht entscheiden. Er sollte nur mitteilen, ob es zu 100% keine Hoffnung auf Heilung gibt oder nicht, den Rest sollte der Patient oder bei einer Verfügung eben der Angehörige entscheiden.
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