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Tanzverbot an Karfreitag und anderen stillen Tagen abschaffen?
Bild: obs/Brauerei C. & A. Veltins GmbH
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Tanzverbot an Karfreitag und anderen stillen Tagen abschaffen?

Ostern ist die Zeit der Besinnung. Dazu gehört das Tanzverbot. Das Tanzverbot bezieht sich auf hohe christliche Feiertage und staatliche Feiertage. Diese Tage werden „stille Tage“ genannt. Es gibt also mehrere Tage im Jahr wo während einer gewissen Zeit nicht getanzt werden darf, doch meistens fällt dies aufgrund der Uhrzeiten nicht auf. Seit 1952 ist das Tanzen an Karfreitag gesetzlich untersagt. Darum lassen viele Bar-, Club- und Discobesitzer ihre Lokalitäten geschlossen, da bei Nichtbeachtung des Tanzverbotes hohe Geldstrafen drohen. Gerade an Karfreitag wird deshalb von den Ordnungsämtern streng kontrolliert.

Karfreitag als stiller Tag

Bayern hat die schärfsten Regelungen beim Tanzverbot. Dort darf am Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag generell und an Heiligabend während der Zeit von 14-24 Uhr nicht getanzt werden. Immer wird darüber debattiert ob das Gesetz bzgl. Des Tanzverbotes veraltet ist. Doch die Kirche vertritt eine ganz klare Position. Wer sich nicht an die Regeln hält und das Tanzverbot nicht beachtet, achtet auch nicht den Feiertag und könnte stattdessen genauso gut arbeiten gehen. Aber das will natürlich keiner. Für die Kirche wird sich also nicht die Frage stellen. Karfreitag ist und bleibt ein stiller Feiertag. “Dieser eine Tag im Jahr sollte als Ruhepol fungieren, an dem man sich auch ein Mal bewusst mit den Schattenseiten des eigenen Lebens auseinandersetzen kann. Da passt es einfach nicht dazu, wenn parallel ausgiebig gefeiert wird.”, erklärt Pfarrer Dr. Bernhard Liess.

Flashmob gegen Tanzverbot

Am diesjährigen Karfreitag haben sich schätzungsweise 1.000 Demonstranten auf dem Römerberg vor dem Frankfurter Rathaus versammelt. Dieser Flashmob (Versammlung vieler Menschen um eine gemeinsame Sache zu tun) tanzte 20 Minuten lang um gegen das Tanzverbot zu demonstrieren. Alles geschah fast lautlos, denn die Tanzwilligen hörten die Musik über Kopfhörer ihrer Mp3-Player. Dazu ermutigt hatte die Grüne Jugend Hessen.

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2 Meinungen
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24. April 2011 um 12:21

Wir haben eine christlich geprägte Kultur in unserem Lande.Und das ist absolut nicht veraltet, unmodern usw.
Es ist mal Schluss mit der Abschaffung christlicher Feiertage.Und es darf erwartet werden, dass auch unsere Werte geachtet werden.Und da wir in diesem unserem Lande leben, ganz besonders.Das gilt für jeden.Steht auch im Grundgesetz.
Und bestimmte Tage sind Tage der Ruhe und Besinnung.Und einige Betreiber von Diskotheken etc.dürfen im übrigen ihre Habgier auch mal drosseln.

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24. April 2011 um 11:33

Mein Gott! (im wahrsten Sinne des Wortes) Es kann doch nicht so schwer sein, an ein paar Tagen im Jahr nicht zu feiern und mit dem Ar… zu Hause zu bleiben. Es heißt zwar FEIERtag, doch das hat nichts mit Party machen zu tun. Man sollte niemanden dazu zwingen die 40 Tage Fastenzeit mitzumachen, weil das doch ein langer Zeitraum ist, aber das Tanzverbot halte ich für absolut richtig. Und wenn ich Menschen höre, die sagen, die Kirche hätte eh zu viel Macht und vergreift sich an Kindern etc. kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Eigentlich wundert es mich sogar, warum nicht schon viele christliche Feiertage abgeschafft wurden. Ich bezweifle nämlich, dass die Jugend von heute überhaupt noch Sinn und Zweck versteht.

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