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Das Thema von heute:
Was taugen Zahnpastatabletten?
Einführung einer Patientenquittung
Das Gesundheitswesen verschlingt jedes Jahr Millionen von Euros und bislang hat man noch keine zufriedenstellende Lösung zur Kostenreduzierung gefunden. Doch nun soll es endlich ein Geheimrezept geben: Die Patientenquittung!
Krankenversicherung: Für was bezahlt man überhaupt?
Viele Patienten können bislang mit dem Fachchinesisch ihres Arztes nichts anfangen. Was bekomme ich da denn überhaupt verschrieben? Wie viel wird mich das Medikament kosten und was hat der Arzt überhaupt gemacht? Nach einem Arztbesuch sind viele Patienten ebenso schlau wir zuvor. Und auch Vater Staat und die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen fleißig, ohne zu wissen was die deutschen Ärzte eigentlich machen. Doch das soll sich nun ändern.
Eine Quittung, bitte!
Verbraucherschützer fordern nun die Einführung einer sogenannten Patientenquittung. Gerd Billen, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Verbraucherschützer, will durch die Einführung dieser Quittungen mehr Transparenz erlangen. Jeder Patient müsste demnach seinen Besuch und seine Behandlung demnächst quittieren lassen. „Dann haben die Versicherten einen Überblick, was die Untersuchungen, Anwendungen und Verschreibungen, die der Mediziner vorgenommen hat, kosten.”, so Gerd Billen gegenüber der Rheinischen Post.
Patientenquittung: Vorsicht ist gut, Kontrolle ist besser!
Ziel ist es, Ärzte und Versicherte zu sensibilisieren. Demnach gehe es nicht nur darum, die Ärzte und ihr Handeln zu kontrollieren, sondern auch darum das Kostenbewusstsein der Versicherten zu schärfen. Patienten seien sich über die immensen Kosten, die bei jedem Arztbesuch anfallen, gar nicht bewusst. Weiterhin fordert der Verbraucherschützer, dass die Zahl der Ärzte in Ballungszentren reduziert werden solle. Man spart eben wo man kann.
Bild: obs/salvina
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Ist die Einführung einer Patientenquittung wirklich notwendig? Sollten Ärzte tatsächlich besser überwacht werden? Ist der „große Bruder“ hier bereits aktiv? Oder sind Patientenquittungen vielleicht doch sinnvoll und für den Patienten sogar hilfreich?




Mr.Curiosity
9. August 2010 um 09:20
Ich finde eine sogenannte Patientenquittung/Abrechnungsübersicht zum Quartalsende garnicht schlecht. Und sie ist auch nichts neues. Man hat schon heute das Recht, diese vom
Arzt zu verlangen.
Was allerdings daran ein Geheimmittel sein soll, weiss ich nicht.
Es ist ein weiteres Kontrollinstrument.Auch unter unseren lieben Mitmenschen im weißen Kittel
gibt es eine Reihe schwarzer Schafe, die mehr Ökonom als Arzt sind und auch schon mal eine Gebührenkennziffer mehr mit abrechnen.(es gibt noch weitere Schweinereien:Zuweisung bestimmter Krankenhäuser, weil man von denen eine Zuwendung bekommt,Anwendungsbeobachtungen bei Medikamenten für cash,Verschreibung von Medikamenten bestimmter Pharmaunternehmen, weil es nette Vergütungen verschiedenster Art gibt,Orthopäden machen gern Absprachen mit bestimmten Sanitätshäusern/Schustern usw.)
Also man hätte als Patient zumindest eine Übersicht, was der Onkel Doktor abgerechnet hat,
wenn er alles aufschreibt.
Die sog. Patientenquittung als Kostensenkungsmöglichkeit zu betrachten, halte ich doch für sehr blauäugig.Da gibt es viele andere Möglichkeiten.
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