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Medikamentenbetrug an Krebspatienten und Krankenkassen
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Was taugen Zahnpastatabletten?

Medikamentenbetrug an Krebspatienten und Krankenkassen

Andere Menschen um Geld zu erleichtern ist das eine, aber mit der Gesundheit von Menschen zu spielen ist eine ganz andere Hausnummer. Anscheinend sieht das nicht jeder so, denn die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen 70 Apotheken in ganz Deutschland. Den Apothekeninhabern wird vorgeworfen, sie hätten wirkungsärmere und wirkungslose Krebsmedikamente an Patienten im Ausland erstanden und schließlich in Deutschland an Patienten verkauft. Warum überhaupt jemand auf die Idee kommt diese Mittel zu fälschen ist einfach: Gerade Krebsmedikamente sind sehr teuer und werden den Patienten von der Krankenkasse erstattet.

Apotheken betrügen Krankenkassen um mehrere Millionen

Schon öfters standen deutsche Apotheker in der Kritik. Vor einer Weile wurde festgestellt, dass ihre Margen zu hoch seien. Laut mehrerer Krankenkassen beläuft sich der Schaden auf eine zweistellig Millionenhöhe. Es geht um Krebsmittel, die in Deutschland bis zu 4000 Euro kosten. Diese können im Ausland deutlich günstiger eingekauft werden, haben jedoch andere Wirkstoffe und sind in Deutschland teilweise nicht zugelassen. Krebsmittel (Zytostatika) werden individuell für einen Patienten hergestellt und schon geringe Abweichungen in der Dosierung können für den Krebspatienten den Tod bedeuten.

Gerechte Strafe für die Apotheke?

„Wirkstoffe zu verwenden, die in Deutschland gar nicht zugelassen sind, ist in höchstem Maße kriminell. Und gerade in diesen schwierigen Krankheitsfällen eine Katastrophe.“, sagte der AOK Westfalen Lippe-Sprecher Karl-Josef Steden, Vorsitzender vom Bundesverband der Zytostatika herstellenden Apotheker Peter Eberwein sagte: „Das Verhalten dieser Apotheker ist unmöglich und verwerflich. Ihnen muss die Approbation entzogen werden. Wir müssen die Patienten schützen. Es ist nicht nur so, dass die Betroffenen den Kostenträger betrogen haben, sondern sie sind auch noch leichtfertig mit Leib und Leben von Patienten umgegangen.“

Bild: obs/ABDA

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