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Placebo auf Rezept: Ärzte verschreiben wirkungslose Medikamente
Bild: Bayer Vital GmbH
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Placebo auf Rezept: Ärzte verschreiben wirkungslose Medikamente

Laut einer Studie der Bundesärztekammer (BÄK) sind Placebo besser als ihr Ruf. Eine Arbeitsgruppe des Wissenschaftlichen BÄK-Beirats stellte dazu vor einer Woche eine umfangreiche Studie vor, die mit allen Ergebnissen auch als Buch unter dem Namen „Placebo in der Medizin“ veröffentlicht werden soll. Unter Placebo versteht man ein Medikament, was keine Wirkstoffe enthält. Der Patient weiß dies aber nicht. Durch das Scheinarzneimittel werden viele Beschwerden trotzdem gelindert, allein aus dem subjektiven Gedanken des Pateinten heraus, etwas gegen die Beschwerden „geschluckt“ zu haben. Weiß der Patient jedoch, dass es sich um Placebo handelt, verschwindet dieser Effekt.

Für was sind Placebo gut?

In der Medizin werden Placebo immer verwendet, wenn ein neues Medikament auf den Markt kommt. Eine Testgruppe erhält dann einen Placebo und die andere Gruppe das eigentliche, wirkstoffhaltige Präparat. „Placebo wirken stärker und sehr viel komplexer als bisher angenommen. Ihr Einsatz ist von enormer Bedeutung für die ärztliche Praxis“, sagte Prof. Christoph Fuchs, Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer (BÄK). Die Ärztekammer rät daher Medizinern, den Placebo-Effekt noch viel häufiger zu nutzen. „Mit dem Einsatz von Placebo lassen sich erwünschte Arzneimittelwirkungen maximieren, unerwünschte Wirkungen von Medikamenten verringern und Kosten im Gesundheitswesen sparen“, sagte Prof. Robert Jütte, der die Arbeitsgruppe leitete. Auch in der Schweiz belegten derartige Studien, dass 57 Prozent aller Schweizer Ärzte auf Placebo zurückgreifen.

Wirkungsvolles Placebo

Man kann davon ausgehen, dass auch in Deutschland jeder zweite Mediziner Placebos verschreibt. “Kommt ein Patient zu mir, der Schlafstörungen hat, dann muss ich überlegen, ob ich ihm mit einem starken Schlafmittel, das auch abhängig machen kann, mehr schade als helfe”, sagt Ulrich Kiefaber, Allgemeinmediziner im Saarland. Warum Placebo überhaupt funktionieren ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend geklärt. Fest steht, dass es sich dabei komplexe Prozesse im Gehirn abspielen. Studien belegen, dass die Aktivierung der Stirnlappen verantwortlich sein könnte.

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