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Das Leben nach Muammar al-Gaddafi – Freiheit für die arabische Welt?
Bild: obs/action medeor
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Das Leben nach Muammar al-Gaddafi – Freiheit für die arabische Welt?

Über 40 Jahre regierte Muammar al-Gaddafi über Libyen. Er leitete ein Terrorregime und es herrschten vor allem eines: Angst und Schrecken. Nun wurde er getötet. „Wir haben lange auf diesen Moment gewartet“, sagte Mahmud Dschibril, Chef der Übergangsregierung. Aber wie soll es nun weitergehen?

Es herrscht Unklarheit über den Fortgang in Libyen

Es steht außer Frage, dass viele das Ende der Herrschaft von Gaddafi herbeisehnten. Auch US-Präsident Obama begrüßte die Wende in Libyen. Es sei das „Ende eines langen und schmerzhaften Kapitels,“ so Obama. Doch gleichzeitig ermahnt er das Land auch, denn nun steht ihnen die Aufgabe bevor, ein tolerantes und demokratisches Land zu schaffen. Aber: „Libyen hat bis zur Demokratie einen langen und steinigen Weg vor sich,“ so der amerikanische Präsident. Auch nach dem Tod des Diktators sind noch viele Fragen offen und es besteht Handlungsbedarf.

NATO beendet ihren Militäreinsatz

Die NATO berät sich nun, ob sie das Land nach 7 Monaten wieder verlassen sollten. Der militärische Oberkommandeur, US-Admiral James Stavridis, sprach sich für eine Beendigung des Einsatzes aus. Doch die genauen Todesumstände von Gaddafi sind weiterhin unklar. Ebenso unklar ist noch, was nun mit seinem Leichnam geschehen soll. Auch Außenminister Westerwelle drängte darauf, dass die genauen Umstände des Todes geklärt werden müssten. Auf den verwackelten Aufnahmen, die durch die Medien kursieren, ist er zwar kurz zu sehen. (Einmal blutüberströmt, aber noch am Leben. Ein anderes Mal wird sein lebloser Körper durch die Gegend geschleift.) Doch wie er genau ums Leben kam, ist unklar. Eines ist gewiss: Das Land kann aufatmen, aber die Aufnahmen der Handykamera schockieren auch zugleich.

Aufstände im Land

Der Tod des Despoten sorgte für weitere Aufstände, bei denen Opfer zu beklagen sind. Das Töten scheint auch nach dem Ende des Diktators doch nicht abzureißen. Viele feiern zwar nun ausgelassen auf den Straßen, aber Gaddafis Anhänger schweigen. Für sie wurde er mit seinem Tod zum Märtyrer. Man kann nur hoffen, dass es nicht zu größeren Ausschreitungen kommt. Was die Demokratie angeht, ist Libyen noch unerfahren. Es bleibt also zu hoffen, dass die Libyer diesen steinigen Weg bezwingen.

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Ist es wichtig, zu klären, wie Gaddafi ums Leben kam? Oder sollte jetzt nicht viel mehr die Chance genutzt werden, und eine Demokratie aufbauen. War Ägypten vielleicht das bessere Vorbild? Wie soll es nun mit diesem Land weitergehen? Ist der Umgang mit seiner Leiche gerechtfertigt? Jeder der will, kann nämlich nun in den Kühlraum, in dem er aufgebahrt wurde, und ein Foto schießen.

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