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Das Thema von heute:
Was taugen Zahnpastatabletten?
Gesundheitsreform in den USA
In Deutschland muss jeder Mensch krankenversichert sein. Für Beamte, Selbstständige, Freiberufler und Spitzenverdiener gibt es die private Krankenversicherung – alle anderen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Es besteht Versicherungspflicht, das heißt die Krankenkassen dürfen sich nicht aussuchen, wen sie nehmen und wen nicht. Ein Diabetiker wäre zum Beispiel viel teurer als ein gesunder Mensch. Reichskanzler Otto von Bismarck führte die Krankenversicherung 1883 in Deutschland ein.
In Amerika gibt es keine Pflichtversicherung. Über die Hälfte der Amerikaner wird durch ihren Arbeitgeber versichert. In Amerika ist jeder Einwohner für seinen Versicherungsschutz selbst zuständig. Fast 45 Millionen Amerikaner sind nicht versichert. Dabei gibt es aber verschiedene Gruppen: Wohlhabende, die sich eine Versicherung leisten können, aber glauben, dass sie im Krankheitsfall die Kosten selbst bezahlen können, Geringverdiener an der Armutsgrenze oder Menschen, die mit einer langen Krankheitsvorgeschichte. Im Notfall müssen aber auch die aufgenommen werden, die die Kosten nicht bezahlen können. Das hat zur Folge, dass viele Krankenhäuser ihre Notaufnahme geschlossen haben. Das amerikanische, ist das weltweit teuerste Gesundheitssystem.
Barack Obama wollte diese Situation gerne ändern – eine Gesundheitsreform beschließen. Doch die Amerikaner reagieren auf staatliche Einmischung empfindlich. So kann man in Deutschland seit Tagen einen Kampf zwischen Demokraten und Republikanern im TV sehen. Obama sagte: „Mit der Reform sollten die Kosten reduziert, die Wahlmöglichkeiten vergrößert und eine Krankenversicherung sichergestellt werden, auf die sich jeder Amerikaner verlassen kann“. Eine medizinische Grundversorgung wäre eine gute Sache, jedoch droht Obama wie sein Vorgänger Bill Clinton daran zu scheitern. Seine Beliebtheitswerte sanken bereits rapide. Doch nicht jeder Republikaner ist gegen die Reform. Arnold Schwarzenegger findet es unverantwortlich, dass es in Amerikaner Menschen ohne Versicherungsschutz gäbe.
Bild: obs/medi GmbH & Co. KG
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Anna
17. August 2009 um 20:30
Vielleicht kann ich mich nicht in die Amerikaner hinein versetzen, aber verstehen tue ich es nicht. Ich finde es eine tolle Sache, wenn sich der Präsident für eine staatliche Krankenversicherung stark macht. Die Opposition hat meistens etwas gegen die Vorschläge der Regierung, aber die Bürger richten sich doch nach ihren Bedürfnissen. Ok, derjenige der es sich leisten kann meinetwegen…nein, auch da verstehe ich es nicht. Meiner Aufassung nach will Obama das aufrecht erhalten, dass jeder Bürger sich quasi privat versichern lassen kann. Von daher ist es mir nicht ganz begreiflich worüber sich die Amerikaner aufregen!
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