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Körperscanner in Hamburg in Betrieb
Bild: obs/Deutsche Messe AG Hannover
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Körperscanner in Hamburg in Betrieb

Am 24. Oktober 2008 versicherte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums der Öffentlichkeit: „Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Nacktscanner auf Flughäfen in Deutschland nicht zum Einsatz kommen. Ich kann Ihnen mit aller Klarheit sagen, dass wir diesen Unfug nicht mitmachen“. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Der Körper- bzw. Nacktcanner ist in die Testphase gestartet. Seit Montag steht der Körperscanner am Hamburger Flughafen. Eine Nutzung ist jedoch freiwillig. Eingeweiht hat die umstrittenen Scanner der Innenminister Thomas de Maizière (CDU) höchstpersönlich.

Kann man mit dem Körperscanner die Passagiere nackt sehen?

Seit 2 Jahren gab es die wildesten Gerüchte über den Einsatz des Körperscanners und über das, was der Mensch, welcher hinter dem Monitor steht, alles sehen kann. Doch alles halb so schlimm. Der Körperscanner benutzt Millimeterwellen und keine Röntgenstrahlen – ist daher nicht gesundheitsgefährdend. Der Körper, der zu scannenden Person wird nicht als Masse sondern als Strichmännchen dargestellt. Alle Gegenstände aus Metall und Plastik oder Gegenstände , die in sonst irgendeiner Art verdächtig sind, werden in Gelb dargestellt, sodass diese nach dem Scan vom Sicherheitspersonal nochmals genauer unter die Lupe genommen werden können. Leider ersetzt der Scanner nicht das mühsame Entfernen aller Gegenstände, die auch vorher entfernt werden mussten wie z. B. Portemonnaie, Schlüssel, Jacke, Gürtel, Uhr oder Schmuck.

Wie funktioniert der Körperscanner?

Der Körperscanner sieht ähnlich aus wie eine Umkleidekabine. Die zu scannende Person muss eintreten und sich mit den Füßen auf die markierten Fußstapfen stellen, die Hände müssen sich über dem Kopf berühren. Schon nach drei Sekunden ist das Ergebnis – es leuchtet grün wenn alles in Ordnung war – zu erkennen.

Was passiert mit meinen Daten und wer kann den Körperscanner benutzen?

Noch ist der Einsatz des Körperscanners kein Zwang. In Hamburg (12 Millionen Passagiere jährlich) wird zunächst ein halbes Jahr getestet wie stabil das System funktioniert, ob der Einsatz für die Passiere verständlich erklärt wird und wie zeitaufwändig dieser ist. Menschen ab 1,20 m und bis 2,00 m können den Körperscanner benutzen. Die Daten werden laut dem Innenministerium nach dem Scan gelöscht. Aus anderen Kreisen gibt es noch andere Einwände: “Selbst wenn die Menschen nur als Silhouette dargestellt werden und der Intimbereich verschleiert wird, sind Details wie ein künstlicher Darmausgang sichtbar”, kritisiert Daniel Flachshaar von der Piratenpartei.  Andere Länder wie die USA, die Niederlande oder Russland haben gute ERfahrungen bzgl. des Körperscanners gesammelt. Dort ist er im Einsatz. Im Gegensatz zu Italien. Dort kam der Scanner nicht gut an.

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