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Kreditwürdigkeit der Länder: Wie kommt es zu dem Ranking?
Momentan sieht es mit der Kreditwürdigkeit einiger Länder nicht wirklich gut aus, die USA ist schon seit Längerem auf dem absteigenden Ast, nun wurde auch Japans Kreditwürdigkeit herabgestuft. Aber wie kommt es überhaupt zu diesem Rating?
Die Ratingagenturen und ihre Methoden
Die weltweit einflussreichsten Ratingagenturen, unter ihnen Standard & Poor’s (kurz S&P) und Moody’s Fitch, sorgen momentan immer wieder für beunruhigende Schlagzeilen. Erst vor Kurzem hat Moody’s Fitch Japans Kreditwürdigkeit heruntergestuft, ein herber Rückschlag für die Japaner. Und auch die USA wurde von S&P vergangene Woche von AAA auf AA+ herabgesetzt. Was bedeuten aber diese Codes? AAA ist die Bestnote, die auch Deutschland regelmäßig erhält. Die weiteren Abstufungen sind: AA, A, BBB, BB, B, CC bis zu D. Durch Plus- und Minuszeichen können einzelne Buchstabencodes nochmals unterteilt werden. Ab B+ wird es kritisch, ab hier befindet sich nur noch „Junk“, zu Deutsch Ramsch. D bedeutet schließlich den Bankrott. Kritiker bemängeln immer wieder, das nicht klar sei, welcher Teil der Bonitätseinstufung auf Fakten beruhe und welcher auf Spekulationen oder gar auf Meinungen. In Zeiten der Krise will natürlich niemand auch noch zusätzlich heruntergestuft werden. Aber die Ratingagenturen scheinen für die Finanzkrise mitverantwortlich zu sein, schließlich haben sie in der Vergangenheit auch Ramschpapiere als sichere Geldanlage angepriesen.
Was passiert nun, nachdem die USA herab gestuft wurden?
Das erste Mal seit 70 Jahren wurden die USA herabgestuft. Doch was hat das nun eigentlich zu bedeuten? Der innenpolitische Streit, 14,3 Billionen Dollar Schulden und die Eta-Defizite waren der Grund für die Herabstufung der USA. Sind US-Anleihen also nicht mehr sicher? Zurzeit besteht noch kein Grund zur Sorge, auch bei AA+ wird den Amerikanern die Zahlungsfähigkeit zugesprochen. Aber die Zinsen für US-Staatspapiere werden steigen, Experten vermuten bis zu 0,7%. Damit würden zusätzliche Finanzierungskosten von etwa 100 Milliarden Dollar anfallen. Die meisten US-Staatsanleihen sind zurzeit in China zu finden, gefolgt von Japan. Diese beiden Länder dürften nun recht nervös werden. Die Folgen könnten katastrophal sein.
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