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Skandale bei der Bundeswehr
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Skandale bei der Bundeswehr

Das Drama um die Gorch Fock begann als 27. November 2010 die 25-jährige Offiziersanwärterin Sarah S. aus der Takelage der Gorch Fock stürzt und weniger Tage später starb. Später kamen Gerüchte auf, dass Neulinge auf dem Marine-Schulschiff Gorch Fock von der Stammbesetzung drangsaliert und gedemütigt würden. Regemäßig würden „Saufgelage“ stattfinden, außerdem wäre es bereits zu sexuellen Übergriffen gekommen. Karl-Theodor zu Guttenberg hatte zwar den Kapitän der Gorch Fock Norbert Schatz abgerufen, als Missstände ans Tageslicht kamen, doch die Opposition lässt nicht locker und hat den Verteidigungsausschuss um Klärung gebeten.

Verschwundene und geöffnete Briefe in Afghanistan

Nur einen Monat später wird der 21-jährige Hauptgefreite Oliver O. in Afghanistan von einem Kameraden versehentlich beim Waffe reinigen getötet. Doch Medien zufolge sollen sich mehrere Soldaten ihre Waffen vor die Nase gehalten haben. Außerdem sollten mehrere Briefe von Angehörigen an die Soldaten geöffnet angekommen sein. “Eine Manipulation der Umschläge / Postsendungen zumindest bis zur Übergabe ans Feldpostamt” könne “ausgeschlossen werden”, heißt es in den Papieren, die SPIEGEL ONLINE vorliegen. Wahrscheinlicher sollen Beschädigungen der Frankiermaschinen sein, denn bei vier Briefen fehlten die mitgeschickten USB-Sticks.

Guttenberg trägt keine Schuld

Am Mittwoche musste Bundesminister Karl-Theodor zu Guttenberg dem Verteidigungsausschuss Rede und Antwort stehen. Die SPD übt derweil Kritik am Saubermann-Minister: „Guttenberg verstrickt sich immer tiefer in Widersprüche. Erst begründet er die Aussetzung der Wehrpflicht mit der Pflicht zum Sparen. Jetzt fühlt er sich an seine Zusagen nicht mehr gebunden“, sagte Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann der „Berliner Zeitung“ in der Mittwochsausgabe. Auch der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt warnt Guttenberg in der „Zeit“: “Um einen Rat gebeten, würde ich sagen: Sorge dafür, dass die Vorschriften eingehalten werden. Zu den Regeln gehört beispielsweise auch, dass über niemandem der Stab gebrochen wird, ehe er angehört wurde.”

Guttenberg vor Wehrausschuss

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