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Sollte Sauerland zurücktreten?
Bild: obs/Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
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Sollte Sauerland zurücktreten?

Seit der Katastrophe auf der Love Parade ist der Duisburger Oberbürgermeister unter Dauerbeschuss. In einem Interview mit dem WDR wollte er nun die Wogen glätten, doch anscheinend ohne Erfolg.

Sauerland muss die Verantwortung übernehmen!

Das ist die Meinung vieler. Die Tragödie der Love Parade hätte verhindert werden können, da ist man sich sicher. Mitschuld an der Katastrophe hat Adolf Sauerland, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg. Viele fordern nun seinen Rücktritt, doch er bleibt. Am Sonntag trat er im WDR auf. Sauerland zeigt sich reumütig. „Jeden Morgen, wenn ich wach werde, wünsche ich mir, dass alles das, was wir erlebt haben, nur ein böser Traum ist, aber es ist Realität.” Doch ein Schuldgeständnis? Nein, Sauerland will im Amt bleiben! 

Image ist zerstört

Die Bürger wünschen sich einen Bürgermeister, der die Verantwortung übernimmt und dem sie trauen können. Doch es hat sich gezeigt, dass der derzeitige Oberbürgermeister beide Eigenschaften nicht aufweisen kann. Denn kurz vor seinem Interview beim WDR gestand Adolf Sauerland nun, dass die Veranstaltung auf eine Marketing-Lüge aufbaute. Die Öffentlichkeit wurde bewusst über die Besucherzahl getäuscht. Denn es gab neben den „medialen Millionenzahlen des Veranstalters Lovapen“ „die tatsächlichen Zahlen für die Planung“. Millionen von Besuchern? Das sei bloß ein Werbemittel gewesen!

Anonyme Morddrohungen

Adolf Sauerland ist derzeit wohl unumstritten einer der unbeliebtesten Politiker. Und sogar Morddrohungen erhält er. Doch Sauerland schwieg zunächst. Sein Grund: „Ich habe zu Anfang Interviews gegeben und hatte festgestellt, dass ich mich in einer Situation befand, wo man sehr oft sehr schnell missverstanden wird.“ Also lieber schweigen. Oder eben in einem Interview keine klaren Aussagen geben. Oftmals wich er in dem interview aus und flüchtete sich in allgemeine Aussagen. So auch auf die Frage, warum er nicht zur Trauerfeier erschien. „Der Oberbürgermeister hatte sich… hat sich … ich habe mir die Frage wirklich gestellt: Gehst Du zu dieser Trauerveranstaltung, ja oder nein? Und egal, wie man entschieden hätte, es war wahrscheinlich die falsche Entscheidung gewesen.

Aber nach reichlichen Überlegungen, auch weil wir gesehen haben, was dort an Emotionen, an Gefühlen im Raum stand, haben wir uns dann entschieden, und das war kein einfacher Schritt, das war wirklich eine ganz, ganz schwierige Entscheidung, zu sagen, ja, der Oberbürgermeister ist in Duisburg, aber er wird persönlich an der Trauerfeierlichkeit nicht teilnehmen.“ Oberbürgermeister Sauerland scheint die Verantwortung nicht übernehmen zu wollen und beweist stoische Ruhe.

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Ist Sauerlands Entscheidung, das Amt nicht niederzulegen richtig? Ist Sauerland ein Opfer der Medien? Oder war er tatsächlich derart verantwortungslos? Und wenn ja, warum ist er dann noch nicht in Haft?

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Eine Meinung
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26. August 2010 um 13:06

Selbstverständlich gehört dieser Mann wie noch weitere Herrschaften aus seinem Rathaus auf die Strasse gesetzt. Er trägt nicht wenig Mitverantwortung.Ich weiss überhaupt nicht, warum für diesen Mann ein anderes Recht gelten sollte als für jeden anderen auch.
Aber der Herr läßt sich lieber abwählen, damit er seine Pensionsansprüche erhält.Das ist schon eine merkwürdige Moral.Menschen, die redlich gearbeitet haben, z.B. die Rentnerin,
die am Dienstag bei Maischberger zu Gast war,sich nie was zu Schulden hat kommen lassen
und 45 Jahre gearbeitet hat(als Krankenschwester) und 494,25E Rente erhält und einen Minijob hat, weil sie dem Staat nicht zur Last fallen will,werden mit Sicherheit wenig Verständnis für diese Sonderbehandlung von Staatsdienern aufbringen.Mit Recht.
Und natürlich gehört er vor Gericht und abgeurteilt.Vor Gericht kann er dann Reue zeigen.

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