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Dörthe's Diary
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Ach, hör doch auf!

Diesen Satz habe ich am Montag mehrfach gesagt. Da wachst du morgens auf und kommst kaum aus dem Bett, weil du schon bereits am Wochenende solche Schmerzen im Rücken hast… Immerhin konnte ich nun die Schmerzen lokalisieren. Samstagmorgen dachte ich ja noch, dass es die Nieren sind und ich somit bestimmt eine Nierenbeckenentzündung habe. Gegen Sonntagnachmittag vermutete ich allerdings schon einen Bandscheibenvorfall. Mindestens!!! Das Alter hat einfach nichts Schönes! Wie gesagt, ich kam montags nur schwerlich aus dem Bett und schleppte mich dann erst einmal ins Wohnzimmer. Ich betätigte den Lichtschalter, da es nun mal um sechs Uhr morgens mittlerweile noch dunkel ist, es machte WUUUUUUUUUUFFFFFFFFFFFFF und meine Wohnzimmerlampe explodierte! Das Birnchen hatte so viel Druck, dass es den Lampenschirm mit zerdonnerte und es lagen nun überall Scherben und feinste Glassplitter im Wohnzimmer verteilt. Und jetzt versucht mal mit einem akuten Bandscheibenvorfall die Glassplitter barfuß wegzukehren. Ich gab auf. Vor allem weil diese natürlich auch auf der ganzen Couch verteilt lagen.

Ich machte mich fertig (also mit Duschen, Anziehen und so) und ging zur Arbeit. Naja mein Kollege stellte dann auch fest, dass ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve saß und schickte mich direkt zum Arzt. Stehen und liegen ging ja ganz gut, aber mit dem Sitzen hatte ich echte Probleme. Also zum Arzt. Nach einer halben Ewigkeit im Wartezimmer, erklärte mir dieser, dass die Nieren viel weiter innen sitzen und es in meinem Fall die Beckenknochen waren, die sich verschoben haben. Er war so nett, renkte mich wieder ein, verpasste mir zwei Spritzen in den Rücken und schrieb mich für die nächsten zwei Tage krank. Ich fühlte mich nun schon etwas besser, bedingt durch die Betäubung und die Schmerzspritze und ging nach Hause. Vor lauter Arzt und Schmerzen hatte ich allerdings das Chaos vergessen, was noch in meinem Wohnzimmer vorhanden war. Da Birte Urlaub hatte, rief ich sie an und fragte, ob sie mir vielleicht helfen könne, meine Couch (eine Struktur-Couch)von den Glassplittern zu befreien, da ich mir nicht auch noch den Hintern verletzen wollte, wenn ich mich jetzt gleich in die Waagrechte begab. Birte war so nett und kam mit Handstaubsauger bewaffnet in meine Wohnung und half mir das Wohnzimmer zu entsplittern. Diese Mistviecher hatten sich aber auch wirklich überall hin verteilt.

Nach getaner Arbeit, bat ich Birte, mir das Pflaster auf dem Rücken zu entfernen. Ich zog mein T-Shirt hoch und sie stellte entsetzt fest, dass sich über dem Pflaster ein langer blauer Strich den Rücken lang hinaufzog. „Ach Du Scheiße, ich glaube, Dir ist da ein Äderchen geplatzt oder aber Du hast eine Blutvergiftung!!!“ Na prima, das fehlte mir für den perfekten Montag auch noch. Und jetzt??? Mir tat auch plötzlich wieder alles weh – vor allem die Einstichstelle. Ob ich nochmal zum Arzt gehen sollte?? Besser wäre es ja wohl!!! Ich hätte heulen können. Aber tapfer stellte ich mich vor den Spiegel und schaute noch mal selbst. Stimmt. Ein gut zu erkennender blauer Strich, führte gerade die Wirbelsäule hoch. Ich schaute nochmal. Und ganz genau! Biiiirrrrrrteeeee!?!?!? Könntest du mal bitte mit dem Finger darüber reiben!??!? Gebrüllt getan! Und siehe da, die Blutvergiftung wurde schon blasser. Sie nahm einen Waschlappen und die Blutvergiftung verschwand ganz und gar. Der liebe Herr Doktor hatte nämlich mit dem Kugelschreiber vorgezeichnet, wo der Schmerzpunkt saß, damit er die Spritze an die richtige Stelle setzen konnte. Nun ja was soll ich sagen. Es war halt nicht mein Montag!!!

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