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Dörthe's Diary
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Beruf: Serienjunkie

Ich kenne sie alle!

Ich habe mich letztens gefragt, ob ich wirklich den richtigen Job gewählt habe. Nicht dass ich nicht zufrieden wäre, aber meine Qualitäten und Erfahrungen liegen doch nun mal auch in ganz anderen Bereichen und klar auf der Hand. Zum Beispiel bin ich ja ein erfahrener Serienjunkie. Angefangen hat es im frühen Kindesalter mit der Schwarzwaldklinik. Somit bereicherte ich schon in jungen Jahren mein medizinisches Grundwissen in der Grundschule. Ausgebaut habe ich dieses Wissen dann mit dem Alphateam und nach einer medizinischen Pause mit Grey’s Anatomie, dem dazugehörigen Private Practice und Dr. House. Dadurch brauche ich eigentlich kaum zum Arzt, mich kann jeder nach ärztlichem Rat fragen. Ich weiß, dass es auf keinen Fall Lupus ist und stehe immer mit Rat und Tat zur jedermanns Seite. Die medizinische Ausbildung musste pausieren, da ich mich in den frühen Zwanzigern auf die Vampirjagd spezialisiert hatte. In dieser Zeit bat ich meine Oma um ihr altes Kreuz, was nun über mein Bett hängt, hatte immer Knoblauch im Haus und fand, dass Buffy und Angel viel besser zueinander passten, aber nur damit Spike mir ganz allein, sein zum Schluss existierendes Herz schenkte!!! Kurzzeitig verirrte ich mich auch auf den Planet Krypton, um Clark Kent in seinen frühen Jahren durch Smallville zu begleiten und mit Loreley und Rory Gilmore die Sorgen und Nöte in Highschool und College-Zeiten und als alleinerziehende Mutter zu erleben. Dann wurde es hart. In den Outbacks von Australien lernte ich mit McLeods Töchtern wie man Schafe züchtet und drencht, wobei ich bis heute nicht weiß, was genau damit gemeint ist. Jennifer Garner alias Sydney reiste mit mir quasi um die Welt. Bei ihr lernte ich mich zu verkleiden und das Leben bei der SD6 zu meistern. Dagegen war Jack Bauer in LA bei der CTU ein Weichei und total unrealistisch. Aber den Klingelton hatte ich trotzdem auf meinem Handy. ;-)

Das Leben und die Probleme der Reichen und weniger Reichen, aber insgesamt sehr schönen Teenies aus den USA studierte ich in verschiedenen Städten. Zum einen in O.C. California, bei Dawsons Creek und in One Tree Hill. Bestimmt habe ich einen Ort vergessen. Wie auch immer könnte ich durch meine Erfahrungen, die ich in diesen Bereichen habe, glatt in einer Highschool als Schulpsychologin anfangen. Durch die unendlichen Weiten des Weltalls zu navigieren lehrten mich Captain Picard, Captain Sisko und Captain Janeway. Null Problemo. Gebt mir so ein scheiß Raumschiff und ich flieg euch in Warp Geschwindigkeit, wo auch immer hier hinwollt.

Als Agentin wurde es mir dann zu langweilig. Ich spezialisierte mich auf Knochen und begann bei Bones meine Ausbildung als forensische Anthropologin. Das fand ich klasse, wobei ich mich wunderte, dass mein geliebter David Boreanaz plötzlich im strahlenden Sonnenschein mit einem Cabrio durch die Gegend sausen konnte. Ich fand gefallen an der Kriminalistik und vertiefte mein Wissen in diesem Bereich. Als Profiler arbeitete ich einige Zeit beim FBI in der Verhaltensanalyseeinheit in Quantigo bei SSA Chief Aaron Hutchner mit. Die Criminal Minds der Verbrecher waren sehr eindrucksvoll und beängstigend, geben mir aber bis heute die Möglichkeit jegliches Verbrechen noch vor der Bildzeitung aufzulösen, in dem ich ein astreines Täterprofil erstellen kann und Fälle noch schneller als Deputy Chief Brenda Johnson abschließen kann. Meine Befragungstechniken können sich wirklich sehen lassen.

Ich wechselte jedoch nach New York zum FBI, um Jack Melone in seiner Spezialeinheit bei der Suche nach verschwundenen Personen zu helfen. Dies ist jedoch noch nicht abschließend, da sich anscheinend in Deutschland einige Probleme mit der Veröffentlichung der letzten Staffel von Without a trace ergeben haben und diese auf sich warten lässt. Ein kleineres Praktikum habe ich auch beim Mentalisten und Psych gemacht In der Zwischenzeit habe ich auch mal die Seiten gewechselt, um in das Hirn einen Soziopathen zu schauen und das unendlich Böse von Dexter Morgan und seinem Gefühl von Gerechtigkeit kennenzulernen. Irgendwie hat er mir aber besser in Six Feet Under als Leichenbestatter gefallen.

Und falls ich mal ins Gefängnis kommen sollte, rufe ich meine Freunde Lincoln Burrows und Michael Scofield an. Die helfen mir bestimmt, da sie ja bei Prison Break mehrfach bewiesen habe, dass sie aus einem solchen ausbrechen können. Abschließend sei noch zu sagen, dass ich gar nicht weiß, warum ich manchmal solch einen Aufstand mache, da ich Single bin, wo ich doch dank Ross, Phoebe, Monica und Chandler weiß, dass alles sich zum Guten wendet, wenn man solche Friends hat!!!

Denkt aber nicht, dass das alles war, denn es warten noch JAG; NCIS; Haunted, CSI, Lost und Criminal Intent auf mich!!! Und jetzt fragt mich nicht, was ich in meinem Urlaub gemacht habe! Wobei ich wirklich gar nicht weiß, warum es keine Serie über eine Buchhalterin mit schmalem Portemonnaie in einem kleinem Dorf nicht weit von Frankfurt gibt. Sollte mal einer in Hollywood anfragen!

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