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Dörthe's Diary
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Blass, braun, rot! Wie man durchs Solarium zum Chamäleon wird

Auf die Wettervorhersage ist bekanntlich kein Verlass. Da ich aber ein sehr optimistischer Mensch bin, hält mich das nicht ab, wenn sie 24 Grad vorhersagen, mich entsprechend den angegebenen frühlingshaften, ja fast schon sommerlichen Temperaturen zu kleiden!!! Blöd ist aber, wenn die netten Wetterfrösche aber die Morgens-, Mittags- und Abendtemperaturen addiert bekannt geben und dann zu diesen entsprechenden Tageszeiten das Thermometer einfach nicht die 8 Grad Grenze überschreitet.

Da ich mir morgens schon wirklich fast Frostbeulen zugezogen hatte, beschloss ich mal wieder ein Sonnenstudio aufzusuchen. Die freundliche Mitarbeiterin beriet mich und empfahl mir angesichts meiner nicht ganz so empfindlichen Haut, eine etwas stärkere Bank. Und es gab auch noch den freundlichen Hinweis, dass diese Bank sehr „kuschelig“ werden könnte. Da mir aber kalt war, freute ich mich und war nicht mehr ganz so aufmerksam, als mir erklärt wurde, wie genau die Klimafunktion eingeschaltet wird und diese sich wiederum auf die persönliche Wohlfühltemperatur eingestellt.

Nach fünf Minuten wurde mir bereits klar, was mit kuschelig gemeint war. Okay… Konnte ja nicht so schwer sein herauszufinden, wie man diesen Backofen kühler einstellte. Ich drückte irgendwelche Knöpfe – natürlich halbblind, denn ich hatte ja die Schutzbrille auf. Es machte auch keinen Sinn diese abzuziehen, denn dann wurde ich von dem hellweißen Licht geblendet. Es passierte was! Ein nach Oma riechendender Sprühnebel verwirrte meine Sinne. Aber das schlimmste daran war, dass für diese Sprühaktion die Lüftung jeweils ganz ausging. Heul!!! Jetzt ging alle 45 Sekunden die Lüftung aus und der Duft an. Nix mit Entspannung!!!

Aber auch 15 Minuten sind irgendwann zu Ende… Ich betrachtete mich im Spiegel und sah erst mal nichts. Naja, ich wollte ja auch nicht unbedingt wie Dieter Bohlen nach dem Malleurlaub aussehen!!! Zufrieden und vor allem wohl gewärmt ging ich wieder an die Arbeit. Im Büro angekommen, riss ich erst mal die Fenster auf. Was ein Glück hatte ich ein T-Shirt an! War MIR warm!!!

Gegend Abend ging ich dann zu Sport. Es wurde schlimmer mit der Hitze und meiner „Bräune“. Ständig fragten die Trainer, ob es mir gut ging. Anfangs fragten sie zwar noch, ob ich frisch aus dem Urlaub kam, aber dann waren sie doch angesichts meiner extrem roten Wangen besorgt. Ich beeilte mich, denn abends hatte ich noch ein Meeting mit dem Vorstand meiner Firma. Nun steht bitte mal nach 15 Minuten Sonnenterror noch 60 Minuten auf dem Stepper, duscht und hetzt dann zum nächsten Termin!!!! Als ich dort wiederum ankam, fragten mich mehrere Vorstandsmitglieder, ob ich nicht eventuell überarbeitet wäre und ob mit meinem Blutdruck alles in Ordnung wäre… Da mir auf die Schnelle nichts einfiel, erklärte ich verlegen, dass es mir gesundheitlich bestens ginge, ich allerdings nicht mehr so schnell Sonnenstudio und Sport vor einem Meeting machen werde!

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