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Dörthe's Diary
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Chili-Woscht-Contest: Wer is(s)t wohl am schärfsten?

Männer haben ja bekanntlich eine sehr große Klappe! Und letztens saßen Malte, Paul, Birte und ich zusammen. Ich hatte gekocht und es gab Penne all´Arrabiata. Ich hatte sie extra nicht ganz so scharf gemacht, damit sie essbar blieb, aber die Männer sind ja harte Kerle und beschwerten sich direkt, dass sie zu laff wären. Nun gut, Birte und ich beschlossen daraufhin mal einen kleinen Ausflug zu einer bekannten Currywurstbude nach Frankfurt zu machen, da diese nun mal die besten Würstchen der Stadt sowie auch die schärfsten haben. Das Prinzip ist folgendes: Schärfegrad A ist quasi Ketchup und F ist das Feuer des Todes.

Abgemacht wurde, wir bestellen je eine Currywurst in den Stufen B bis Stufe F und wer aufgibt hat verloren. Die „Quasi-Ketchup“-Stufe A ließen wir absichtlich aus, denn man muss sich ja nicht noch extra Kalorien reinziehen, wenn es nicht nötig ist.

Also kamen die fünf verschiedenen Würstchen auf den Tisch. Stufe B schafften wir alle mit Bravour, auch C war kein Problem. Ich muss sagen, dass die Stufe D sehr schmackhaft war, wenn sie auch echt schon scharf war. Aber man schmeckte noch, dass es sich um Wurst handelte, was man da im Mund hatte. Die Männer fanden auf einmal den Kakao sehr lecker, den wir dazu bestellt hatten. Zur Erklärung: Milch nimmt ein wenig die Schärfe; es wäre ein Riesenfehler, wenn man versucht mit Wasser oder Pommes den Brand zu löschen, der sich langsam von den Nervenenden auf der Zunge im gesamten Körper ausbreitet…

Nun kamen wir dann zu den interessanten Schärfegraden. Stufe E: Malte wurde weiß im Gesicht, dann rot. Er murmelte irgendwas von Ohrensausen und verabschiedete sich anschließend aus unserer Runde. Da waren wir noch zu dritt. Paul sagte gar nicht, aber sein Schluckauf machte mir Gedanken. Er sagte aber auch nichts, wenn man ihn direkt ansprach. Ob er uns noch hörte???? Wir fragten ihn, ob er wirklich noch weiter machen wollte und er nickte tapfer. Die Angst stand allerdings in seinem Gesicht geschrieben.

Birte und ich essen wirklich gerne superscharf. Allerdings war uns auch nicht so richtig gut. Mein Magen krampfte und Birte hatte auch kleine Schweißperlen auf der Stirn. Aber wir lachten noch. Trotz schmerzender Zunge, dem Kratzen im Hals und die Sterne, die freudig vor unseren Augen tanzten, ging es uns prächtig.

Tja was soll ich sagen. Es war kurz und schmerzlos. Gleichzeitig nahmen wir ein Stück der F-Wurst in den Mund. Allerdings waren Birte und ich schlauer, in dem wir direkt noch ein zweites Stück hinterher stopften. Der Schmerz wird ja nicht unbedingt größer, wenn die Menge mehr wird. Paul jaulte, japste und dann weinte er. Tränen strömten aus den Augen über sein Gesicht. Mit den Händen wischte er sich die brennende Sauce von den Mundwinkeln. Dann brannten auch seine Hände und Finger. Entsetzt sah er uns an. Klar – uns ging es nicht gut, aber wir konnten es gut verbergen. Außer einer sehr gesunden Gesichtsfarbe unsererseits, war alles in Ordnung. GEWONNEN!!!

Hehe… Erst recht lustig, fanden wir es als die Männer uns am nächsten Tag erzählten, dass die Wurst im wahrsten Sinne des Wortes ein zweites Mal brannte und Paul leichte Probleme abends hatte, seine Kontaktlinsen rauszunehmen, da seine Finger mit der ätzenden Flüssigkeit kontaminiert waren und er somit noch ein weiteres Mal die Schärfe – diesmal halt in den Augen – zu spüren bekam.

Nochmal muss ich das nicht haben, aber den Männern mal gezeigt zu haben, wo der Hammer hängt, war eine wahrliche Genugtuung! Und die werden niemals mehr sagen, dass irgendwas schärfer sein könnte!!!!

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