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Dörthe's Diary
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Es fährt ein Zug… Teil 1

Birte und ich wollten unsere Freundin Meike im Ruhrgebiet besuchen. Wie kommt man da am besten und gemütlichsten hin!??! Mit dem Zug natürlich. War meine Idee! Schließlich kann man da so schön sitzen, die Füße hochlegen, keine muss sich auf den Verkehr konzentrieren und wenn man zu viel trinkt, können sie einem auch gar nicht den Führerschein abnehmen.

Nun gibt es, wenn man die Fahrt früh genug zu definieren weiß, bei der Bahn so ne Art Frühbucherticket. Und da ich ja so ein Sparfuchs bin, ergatterte ich über das Phänomen Internet tatsächlich ein Ticket, was uns beide für nur 29 Euro von Gießen nach Essen in nur knapp drei Stunden befördern sollte. Eigentlich kann man für so wenig Geld und auch von der Zeit her gar nicht mit dem Auto fahren, schwärmte ich Birte vor! Und wir können ein Fläschchen Sekt für die Fahrt einpacken! Also für jeden ein Fläschchen! Und wir müssen nur zweimal umsteigen. Einmal in Wetzlar und einmal in Köln! Also am Anfang und am Ende der Reise. Und dazwischen ist jede Menge Zeit zum Tratschen und die Fahrt genießen!

Wir packten unsere sieben Sachen und stiegen mit Sekt und Ipod bewaffnet in den Zug! Alles klappte prima, wir stiegen in Wetzlar aus dem einem Zug aus und in den nächsten Richtung Köln ein und wir fuhren. Die erste Flasche Sekt war auch ziemlich schnell leer, so dass auch ganz schnell die zweite aufgemacht wurde. Ach, was hatten wir einen Spaß. Und plötzlich standen wir und mussten warten. Und wir warteten auch. Hatten in dem Moment ja auch nichts anderes zu tun. Bald ging es auch schon weiter und der nette Lokführer entschuldigte sich und bat um Verständnis, dass der Zug nun 10 Minuten Verspätung hatte, aber sie es bis zum Ende der Fahrt auch wieder einholen wollten.

Soweit so gut, nur irgendwie holte der blöde Lokführer nicht die Zeit ein und wir fuhren in den Hauptbahnhof von Köln just in dem Moment ein, wo der ICE, den wir nach Essen nehmen sollten, aus dem Hauptbahnhof von Köln rausfuhr. Nun verstanden wir, warum Köln ein sogenannter Kopfbahnhof ist.

Da standen wir. Naja macht ja nix. Wir suchten die nächstmögliche Bahn Richtung Essen heraus. Und die ging in 5 Minuten! Perfekt. Was wir nicht bedacht hatten, dass diese nun bei JEDER Haltestelle stehen blieb. Und das sind von Köln über Leverkusen, Düsseldorf, Duisburg und Mühlheim ziemlich viele… So sahen wir dann auch ziemlich viele Bahnhöfe bis nach Essen. Und genau sieben Stunden, nachdem wir von zu Hause losgefahren sind, kamen wir auch letztendlich in Essen an. Die anderen schliefen schon als wir uns leise reinschlichen… In sieben Stunden hätten wir nach Ägypten fliegen können und sehr wahrscheinlich auch zu Fuß nach Essen laufen können!!!

Fortsetzung folgt!

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