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Dörthe's Diary
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Frankfurt…ein teures Abenteuer in der Großstadt!

Birte und ich hatten uns vorgenommen, mal einen schönen Tag in Frankfurt zu verbringen. So mit lecker Essen gehen, Cocktails trinken und natürlich shoppen gehen. Also alles, was gut für die Seele ist. Da die doofe Bahn momentan streikt und wir ja auch eigentlich kein richtiges Glück und Können beim Bahnfahren bewiesen haben, beschlossen wir ausnahmsweise mal mit dem Auto zu fahren.

Aber Autofahren war an diesem Tag nicht so mein Ding! Obwohl ich ein Navi habe – was für mich persönlich die genialste Erfindung des letztens Jahrtausends ist, ich kam nicht so ganz klar. Was aber auch daran gelegen haben kann, nein – was auf jeden Fall daran gelegen hat (!!!), dass mein eingebautes Navi im Smartphone einen Sprachfehler hatte. Bitte fahrt mal nach folgender Ansage: „An der Ausfahrt s…ch… zehn.. ks.“ Ich habe kein Wort verstanden. Interessanterweise beschloss dieses doofe Ding aber auch, wenn es mal keinen Sprachfehler hatte, nur eingeschränkte bis gar keine GPS Verbindung zu haben. So dass es mich teilweise spontan anschrie: Jetzt links!!! Und zwar mitten auf der Autobahn oder aber im Tunnel. Irgendwie und nach einigen Umrundungen näherten wir uns dem Zielobjekt. Und mal ganz ernsthaft: Männer hätten schon wutentbrannt aufgeben und wären weinend oder wütend nach Hause gefahren. Wir sind lediglich 5 mal an derselben Kreuzung vorbeigefahren und kamen uns schon wie bei dem Film „und täglich grüsst das Murmeltier“ vor, denn wir hatten Spass dran immer wieder bei derselben Stelle, dieselbe Unterhaltung anzufangen.

Nachdem wir uns in einem Sushi-Restaurant den Bauch vollgeschlagen hatten und das ohne besondere Vorkommnisse (mal abgesehen davon, dass wir dafür eine Stunde und drei Minuten gebraucht hatten und somit weitere drei Euro Parkgebühren zu zahlen hatten), ging die Reise weiter zu My Zeil. Ich brauch auch nicht zu erwähnen, dass die Probleme mit dem Navi sich nicht auf wundersame Weise erledigt hatten. Entweder kamen unverständliche Sätze raus oder es gab spontane Anweisungen, denen man so auf die schnelle nicht folgen konnte, aber zum Glück hatte sich das Prinzip „wir-nähern-uns-einfach-kreisförmig“ bewährt und irgendwann fuhren wir in dieses Parkhaus.

In der Einkaufspassage war dann ein Laden. Sah aus wie ne Disko. Dunkler Eingang, wo Menschen (na ja Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren) davor Schlange standen. Ein Türsteher ließ alle paar Minuten eine Gruppe an zwei halbnackten mit Muskeln bepackten Surfern rein. Hhm… Meine Idee war, dass dort bestimmt ein DSDS-„Star“ eine Autogrammstunde abhielt, weil heute Kinderdisko war!!! Wir hatten ja Zeit und waren neugierig. Also stellten wir uns auch an!! Aber wie man sich doch täuschen kann!!! Das war ein Klamottenladen!!! Im völlig dunklen rannten dort die Verkäufer mit Flipflops und Strandklamotten sowie mit Parfümflasche bewaffnet durch die mit Klamotten und vielen Menschen vollgestopften Gängen rum und spritzen den Duft an die Auslegeware. Knallbunte T-Shirts, Röcke die nicht mehr als ein Gürtel waren und Kleidergrößen die bei Größe L aufhörten und im Karstadt immer noch als XS durchgehen… Eine Stunde Wartezeit bei der Garderobe!!! Und obwohl man nur 5 Teile anprobieren durfte, standen die Kids mit soviel wie sie tragen konnten an. Was war das!?!? Ich bin zu alt für so was!!! Vor allem hat diese Marke mal echt gesalzene Preise. Wie können die das bezahlen!??! Aus Prinzip kauften wir auch jeder ein T-Shirt. Völlig überteuert. Und keine Ahnung, wo man das anziehen soll. Vielleicht zum Sport??? Aber wer was auf sich hält, muss einfach mit so einer Tüte (wo wiederum halbnackte Männer drauf sind) über die Zeil laufen. Sonst bist du out!!!

Danach sind wir lieber mal nach Hause gefahren. Wir haben für Parkgebühren, Sushi, Kaffee und zwei Cocktails eben mal 120 Euro ausgegeben. Nicht eingerechnet der Sprit, die T-Shirts sowie die drei Stunden Zeit, die wir im Hollister verbracht haben. Ich muss jetzt sparen, damit ich demnächst (in so drei Jahren) wieder so einen Tag leisten kann!!!

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