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Dörthe's Diary
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Die koffeinreiche Vergiftung oder hauptsache sauber!
Nicht nur ich bin ein wenig Panne im Hirn – auch meine Arbeitskollegen sind ein wenig verpeilt. Malte ist dafür ein gutes Beispiel. Folgendes ist diese Woche passiert. Montag morgen, Malte stürzt – mit wie gewohnter Verspätung- in unser Büro. Und dann sein Ritual: Frühstücksdose auf den Tisch, die Banane sowie seine hochheilige Thermoskanne ausgepackt, dann erst mal in die Teeküche und sich ein Kaffeebecher geholt. Warum auch immer er seine Thermoskanne mitbringt, es ist ja nicht so, dass wir keine Kaffeemaschine in der Firma haben. Aber aus mir unbekannten Gründen (hat aber wohl was Geiz zu tun – er müsste sich ja dann auch an den Kaffeepulverkosten beteiligen), zieht er es vor, seinen eigenen Kaffee von zu Hause mitzubringen.
Nach den gegenseitigen Erkundigungen wie unser Wochenende gelaufen ist, eröffnete er mir freudestrahlend, dass er seine Thermoskanne am Sonntag einer Grundreinigung unterzogen hätte. Ich lobte ihn ausgiebig und wir fingen mit unserer gewohnten Arbeit an. Als es Richtung Frühstückspause ging, klagte er schon über leichte Kopfweh. Naja, das sind wohl die montäglichen Unlustserscheinungen – dachte ich. Ihm aber ging es immer schlechter und schlechter. Um die Mittagszeit wurde ihm auch noch schlecht. Ich schaute ihn mir genauer an. „Meine Güte, Du bist furchtbar blass und hast ja ganz rote Augen! Willst Du nicht lieber nach Hause gehen?!?!“ Er antworte: „Nee geht schon, ist alles in Butter.“ „Aber du siehst mal echt krank aus… Nicht dass du mich hier noch mit Magen-Darm ansteckst.. !!!“ Man sah wirklich, dass es ihm nicht gut ging und irgendwie sah er auch grün und sehr mitgenommen aus.
Aber er tat sich und mir nicht den Gefallen; er blieb und arbeite weiter. Irgendwann am frühen Nachmittag, kamen wir dann drauf, was mit ihm los war:
Malte: Dööööööherthe…
Ich: Ja!??!
Malte: Ich muss dich was fragen! Aber dazu erst folgendes: Ich habe doch gestern meine Thermoskanne sauber gemacht. Erst mit Wasser, dann mit der Bürste und Spüli, aber der doofe Kaffeesatz kam einfach nicht raus. Die ging nicht sauber. Und da kam mir DIE Idee. Und danach war sie auch sauber.
Er erzählte mir dann, was er anschließend gemacht hatte und ich muss sagen, dass ich selten so eine bekloppte Idee gehört hatte und kann auch nicht glauben, dass ein Mensch diese auch noch umsetzt. Nachdem all seine Bemühungen nicht gefruchtet hatten und sich die Thermoskanne weigerte, den alten Kaffeesatz rauszurücken, kam Malte auf die glänzende Idee, die Thermoskanne mit Backofenspray einzusprühen. Also von INNEN!!! Und dann flogen die Bröckchen, bzw. dann kam der ganze Sudder raus. Die Kanne war endlich sauber! Und der Malte hat sich wohl danach eine kleine Vergiftung zugezogen, denn ich wüsste jetzt nicht, dass Backofenspray unbedingt gesundheitsfördernd ist, wenn man es trinkt!!!

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