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Dörthe's Diary
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Mein Weinkonsum wird volljährig
Mein Weinkonsum ist volljährig geworden! Und obwohl es nun 18 Jahre her ist, kann ich mich noch wie gestern daran erinnern. Was wohl daran liegt, dass es eine ganz komische und für mich so typische Begebenheit war, dass ich euch diese einfach nicht vorenthalten kann.
Ich war mit Birte und ein paar anderen Bekannten auf einer Städtereise in Stuttgart. Wie das Hotel hieß, weiß ich nicht mehr, es hatte aber auf jeden Fall ganz neu diese Keycards statt einem Hotelzimmerschlüssel. Und da wir uns einig waren, immer gemeinsam das Hotel zu verlassen und auch zu betreten, entschieden wir uns, nur einer dieser neumodischen Karte in Anspruch zu nehmen. Großer Fehler!!! Ich sage Euch, macht das nie! Nicht nie - niemals! Denn folgende Geschichte ereignete sich genauso:
Wir gingen alle zusammen in so eine Weinschenke. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nie großartig dem Wein zugesprochen, da ich damals eher auf andere Sorten Alkoholika stand. Aber da wir nun mal in dieser Weinschenke waren, gab es nichts anderes und ich probierte mich so durch. Irgendein halbtrockener Weißwein hatte es mir dann angetan und da er sehr lecker war, konnte man ihn auch in der Geschwindigkeit trinken, die man sonst für ein Glas Limonade braucht. Und während die anderen das irgendwie besser unter Kontrolle hatten, wurde ich zusehends besoffener! Und noch weit vor zwölf, merkte ich, dass meine Beine sowie auch meine Zunge außer Kontrolle waren! Kurzerhand steckte Birte mich mit der Keycard in ein Taxi, erklärte dem Taxifahrer den Namen des Hotels und die anderen zogen weiter. Birte bat mich dann noch, die Tür aufzumachen, wenn sie später ins Hotel kam und klopfte. Nuuuuuuuuuulllllll Problääääääämo, lallte ich und feuerte den Taxifahrer an schneller zu fahren. Geht Euch das auch so?? Wenn ich was getrunken habe, werde ich sehr gesprächig und ich fing an, dem Taxifahrer besoffen wie ich war, die Welt zu erklären. Zum Glück für ihn dauerte die Fahrt nicht allzulang und er ließ mich vor dem Hotel raus. Ich wankte auf dem Flur in Richtung unseres Zimmers und nach mehrmaligen Versuchen, hatte ich auch schon die Türe mit der blöden Karte aufbekommen.
Ich warf mich aufs Bett, machte den Fernseher sowie das Licht an und wartete auf Birte. Ich musste für einen ganz winzig kleinen Mikromoment eingenickt sein. Denn als ich die Augen auf machte, war alles dunkel. Komisch, dachte ich so… Stromausfall!??!? Ich machte mich an das Nachtischlämpchen, suchte den Schalter und siehe da! Doch kein Stromausfall. Aber ein riesen Stechen im Kopf! Und was richtig seltsam war, Birte lag da. Hhm. Ich rüttelte sie wach. „Wie bist Du denn hier reingekommen!!??!?“, fragte ich sie. Uiuiui, was war die sauer!!!! Sie sprang aus dem Bett. Wie ich ins Zimmer gekommen bin, fragst du!?!??! Nun, ich habe geklopft, ich habe getrommelt, ich habe vom Nachbarzimmer aus unser Telefon angewählt!! Ich habe gebrüllt, aber nichts ist passiert. Zumindest nichts von unserem Zimmer aus. Aber dafür kam der Nachtportier und hat mich zusammengeschissen, dass ich nicht so laut sein soll. Und dann wollte er mich vor die Tür setzen, weil ich keine Keycard habe. Und mein Ausweis, der bestätigen konnte, dass ich hier mit dir auf dieses Zimmer gehöre, lag ja auch im Zimmer. Nach einem Haufen kleinlauter Entschuldigungen und Betteleien, war dieser Depp so freundlich, mir dann doch zu glauben und hat mich endlich hier reingelassen. Zwei Stunden hat diese Aktion gedauert bis ich endlich hier drin war und Du hast selig geschlummert und hast nichts mitbekommen!!!
Ich grinste. Hätte ich besser nicht gemacht. Die war soooo sauer!!! Aber kann ich was dazu, dass ich den Schlaf der Seligen für mich in Anspruch nahm!??!? Es war anscheinend ein guter Wein. Aber das interessierte Birte gar nicht. Wütend warf sie sich ins Bett zurück und drohte mir, mich direkt vor die Tür zu setzen, wenn ich es wagen würde, sie ein weiteres Mal zu wecken. Ich ließ sie ausschlafen. Morgens ging ich direkt an die Rezeption und holte direkt eine weitere Karte. Sehr kleinlaut. Und kaufte Birte ein paar Weingummis. Ohne Alkohol!

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