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Dörthe's Diary
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Schlaflos bei Dörthe
Das war eine Woche!!! Ich sage Euch, Schlafen wird einfach überbewertet. Es gibt wichtigere Dinge im Leben. Hier eine kurze Zusammenfassung, um dies zu verdeutlichen:
Montag: Birte hat Geburtstag. Ich gehe zu ihr nach Feierabend. Will ja nur mal kurz gratulieren. Sie feiert ja eigentlich gar nicht. Ist ja auch kein „Runder“. Paul ist auch da. Sieben Flaschen Sekt und acht Stunden später laufe ich nachts um halb zwei zu Fuß nach Hause. Auto fahren ist da nicht mehr…
Dienstag: Gut, dass ich nur fünf Stunden geschlafen habe. Bin stolz auf mich. Kann ja doch noch was vertragen. Bin ein wenig müde. Schade ist, dass ich abends noch einen Termin habe und zum Sitzungsdienst verdonnert wurde. Halb elf zu Hause. Aber mit Schlafen ist es schlecht. Gefühlte 50 Grad in der Wohnung. Schade, dass meine Wohnung unterm Dach ist und den ganzen Tag sich die Hitze in meiner Wohnung breit gemacht hat. Gegen eins falle ich in einen nicht ganz so erholsamen Schlaf.
Mittwoch: Die Wohnung ist immer noch unerträglich. Aaah ein Gewitter! Direkt über meiner Wohnung!!! Wohnung kühlt ab, allerdings sind der Krach und die immer wiederkehrenden Lichtblitze auch nicht förderlich für einen erholsamen Schlaf. Aber noch bin ich guter Dinge!!!
Donnerstag: Zur Abwechslung ist es mal nicht warm sondern schweinekalt. Wie kann eine Wohnung innerhalb von wenigen Stunden von über 50 Grad auf Temperaturen kurz vorm Gefrierpunkt abkühlen?? Mein Stolz verbietet es mir, die Heizung anzumachen. Dank geöffnetem Fenster, entschließt sich eine Großfamilie Mücken, es sich bei mir häuslich einzurichten. Na Bravo!!! Zerstochen und kaputt, wache ich am nächsten Morgen auf.
Freitag: Ich bin echt fertig. Die Woche war anstrengend so ganz ohne erholsame Ruhephasen. Nur noch die eben die Spülmaschine ausräumen, dann ins Bett. Leider kollidierte mein Kopf mit einer offenstehenden Küchenschranktür, während ich das Besteck in die Schublade räumen wollte. Etwas benommen am Boden zu mir gekommen. Habe überlegt, ob ich nicht gleich liegen bleibe. Bin aber doch wieder aufgestanden.
Samstag: Kopfschmerzen und eine mittelgroße Beule. Zum Glück sieht man sie nicht, da sie am Haaransatz gut versteckt liegt. Es ist immer noch kalt. Unter der Decke einen kleineren Mittagsschlaf von drei Stunden gehalten. Super!!! Es geht mir besser. Allerdings bin ich nun hellwach. Sehr unbegeistert bemerke ich, dass sich unter meinem Bücherregal eine Untermieterin eingenistet hat. Sie hat wohl gehört, dass es hier genügend Mücken gibt, die wohl ihre Leibspeise sind. Die verfluchte Spinne weigert sich, sich an den Mietkosten zu beteiligen und streikt nun an einer Stelle, wo ich partout nicht rankomme. Gegen vier gebe ich auf und geh schlafen.
Sonntag: Immer noch Kopfweh und um viertel vor sechs werde ich dank der sich in der Nachbarschaft befindlichen Kirche aus dem Schlaf gerissen. Anscheinend will der liebe Gott wohl, dass ich heute mal seine Wohnung besuche. Ich will aber nicht!!! Ich will schlafen!!! Verdammt!!! Als ich abends den nächsten Versuch starte, ist nichts mit Einschlafen. Erst wieder mal Linsen vergessen rauszunehmen, dann drückt die Blase. Ich steh also auf, geh ins Bad und die große Schwester meiner Untermieterin grinst mich im Bad an. Nachdem ich schreienderweise das Viech entsorgt habe, gehe ich ins Wohnzimmer, um noch was zu trinken. Das sitzt dieser Mietschmarotzer über der Couch genau da, wo ich sonst sitze. Nach dem grausamen Doppelmord, den ich begangen habe, kann ich wieder nicht schlafen. Das schlechte Gewissen plagt mich. Und die Angst! Werden nun die Brüder der beiden erscheinen und mich im Schlafzimmer während meines dringend benötigten Schlafes auf fiese Weise attackieren??? Nach nur drei Stunden ist die Nacht rum…
Nun, man kann durchaus eine ganze Woche mit nur durchschnittlich knapp vier Stunden Schlaf pro Nacht im Schnitt auskommen. Bin um eine Erfahrung reicher!!! Und suche ab sofort eine gegen Hitze, Lärm und Spinnen isolierte Wohnung, möglichst weit weg von irgendwelchen Kirchen!!!

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