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Dörthe's Diary
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Vom Jagen und Sammeln – Malte als Jäger

Malte hat mal wieder was gebracht. Ich hatte Euch ja erzählt, dass wir nun mal vom Dorf sind, aber manchmal überrascht es mich, wie eingeschränkt dadurch der Blick sein kann.

Malte wollte grillen. Und da er sich letztens mit der Fleischfachverkäuferin des hiesigen Supermarktes in die Wolle bekommen hatte, da er darauf bestanden hatte, dass frische Fleisch haben zu wollen und nicht das abgepackte – sie darauf antwortete, dass alles gleich frisch ist, er das aber nicht glauben wollte, daraufhin eine größere Diskussion mit ihr und noch drei anderen Kunden entstand die hauptsächlich aus den Worten „NEIN“ und „Doch“ bestand, ihm es zu blöd wurde und er nun den Laden meidet, musste er nun woanders einkaufen. (Das war aber ein langer Satz, drückt aber sehr gut aus, was passiert ist und zwar in einem ganzen Satz!!!)

Er fuhr in die Stadt. Da gibt es einen großen Parkplatz und einen großen Supermarkt. Einen richtig großen Supermarkt. Er war beeindruckt. Beeindruckt von den Auslagen, der riesigen Obstabteilung, wo es Früchte gab, die er bis her vielleicht mal im Fernsehen gesehen hatte und dessen Namen er nicht kannte und auch bestimmt nicht aussprechen konnte. Er arbeitete sich an der Brot- und Käsetheke vorbei , kam zur Fischtheke, wo eine Vielfalt von Meerestieren lag. Und dann kam SIE! Die Fleischtheke! Viel Fleisch! Von allen möglichen Tieren. Das Wasser lief ihm im Mund zusammen. Rind, Schwein, Lamm. Lecker! In eingelegter Form und im naturbelassenen Zustand. Filets, Schnitzel, Koteletts, Steaks. Super! Drei Leute noch vor ihm. Er überlegte, was er alles leckeres nehmen würde. Noch zwei, noch einer und dann schaute ihn die Verkäuferin an! Er setze an, machte den Mund auf und sie…….. drehte sich weg. Bediente den nächsten Kunden! Sie ignorierte ihn einfach!!! Unglaublich!!! Wie konnte das sein. Nachdem auch der nächste Kunde abgefertigt war, schaute sie ihn zwar wieder an, aber just in dem Moment, wo er seine Bestellung aufgeben wollte, drehte sie sich wieder weg und bediente den nächsten. Was war denn hier los!??! Und was stand zum Teufel auf der LED-Anzeige über der Theke!??!? F56. Er überlegte und beobachtete… Kein Kunde mehr vor ihm. Die Verkäuferin schaute ihn wieder an. Er legte los: Also ich hätte gerne… weiter kam er nicht, denn sie deutete auf die Anzeigentafel und klärte ihn auf, dass er doch bitte eine Nummer ziehen müsste. „HÄÄ!?!? Es ist doch keiner mehr vor mir!!! Und auch in diesem Moment keiner mehr nach mir. Wir zwei stehen alleine!“ Sie: „Ja, aber das ist Vorschrift. Sie müssen eine Nummer ziehen, dann werden sie bedient!!!!“

Was soll ich sagen?!? Malte verließ ohne Fleisch den großen Supermarkt! Sollen sie doch ihr doofes Fleisch behalten!!! Er lässt sich doch von denen nicht verarschen!! Ich vermute mal, dass er demnächst sein Fleisch selbst jagen wird. Das ist dann frisch und völlig Vorschriftenfrei von ihm persönlich erlegt!!!

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